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Turnen | Rio 2016 Starkes Finale der deutschen Turnerinnen

Jubel in Rio: Die deutschen Turnerinnen um Elisabeth Seitz, Kim Bui aus Stuttgart und Tabea Alt aus Ludwigsburg konnte ihren historischen Erfolg im Finale noch einmal übertreffen.

Die deutschen Olympia-Turnerinnen freuen sich über Platz 6 bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio. Es ist das beste deutsche Ergebnis in der Geschichte.

Sophie Scheder, Tabea Alt, Pauline Schaefer, Kim Bui und Elisabeth Seitz feiern Platz sechs in Rio

Sie kreischten, sie hüpften und sie fielen sich in die Arme, als hätten sie eine Medaille gewonnen. Die deutschen Turnerinnen haben am Dienstag in Rio dank einer Glanzleistung mit Rang sechs im Team-Finale das mit Abstand beste Ergebnis seit der Vereinigung erkämpft. Vor der stimmungsvollen Kulisse von 12.000 Besuchern in der Olympic Arena von Rio gelangen den Deutschen am Dienstag zwölf Übungen ohne Fehler, wofür sie mit 173,672 Punkten belohnt wurden. Dies waren noch einmal 0,4 Punkte mehr als im starken Vorkampf. Vor allem die Ludwigsburgerin Tabea Alt steigerte sich auf 14,60 Punkte.

Dass die Mannschaft um die beiden Stuttgarterinnen Elisabeth Seitz und Kim Bui überhaupt im Finale antreten durfte, war schon eine Sensation. Die Kunstturnerinnen haben in Rio zum ersten Mal überhaupt einen olympischen Team-Endkampf erreicht. Bislang waren neunte Plätze in Barcelona 1992 und London 2012 die besten Platzierungen der DTB-Riege. Die DDR-Frauen hatten bei ihrem letzten olympischen Auftritt 1988 in Seoul Bronze gewonnen.

Gold holten sich die US-Amerikanerinnen um die überragende Simone Biles - zum dritten Mal nach 1996 und 2012. Mit 184,897 Punkten hatte die Mannschaft 8,2 Zähler Vorsprung auf das zweitplatzierte Team aus Russland. Dritter wurde China.

Elisabeth Seitz mit Medaillen-Chancen in zwei Einzelfinals

Turnerin Elisabeth Setz zeigte im Finale der der Olympischen Spiele in Rio 2016 eine fehlerfreie Übung

Die Stuttgarterin Elisabeth Setz hat noch Medaillen-Chancen in der Einzelwertung

Seitz kann in die Entscheidungen um die Medaillen am Stufenbarren einzugreifen. Seitz und Sophie Scheder (Chemnitz) belegten an ihrem Paradegerät die Ränge fünf und sechs, die Finalteilnahme im Mehrkampf gab es als Bonbon für beide praktisch gratis dazu. Pauline Schäfer (Chemnitz), die nur an drei Geräten turnte und bei der WM im vergangenen Jahr am Schwebebalken Bronze gewonnen hatte, verpasste hingegen das anvisierte Finale am "Zitterbalken".