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Turnen | Nach WM-Erfolgen Müde Turnerinnen glücklich gelandet

Stolz mit der Bronzemedaille um den Hals, glücklich, aber müde - so betrat die 17jährige Tabea Alt schwäbischen Boden und wurde begeistert von Fans und Familie empfangen.

Es war aus deutscher Sicht die erfolgreichste WM seit langem. Großen Anteil daran hatten Turnerinnen des Schwäbischen Turnerbundes (STB). Am Dienstag betraten die 17jährige Tabea Alt (Bronze am Schwebebalken) und die 23jährige Eli Seitz (Platz fünf am) müde aber glücklich wieder schwäbischen Boden. An Schlaf war auf dem Rückflug aus Montreal nicht zu denken, sagte Eli Seitz nach der Ankunft.


Seitz fiel ihrem Freund in die Arme, Tabea Alt wurde von ihrer Patentante und zahlreichen Trainingskolleginnen geherzt. STB-Präsident Wolfgang Drexler überreichte den erfolgreichen Turn-Damen Blumensträuße.

Freudentränen bei der Ankunft

Vor allem Tabea Alt konnte sich vor Glückwünschen und Blumensträußen kaum retten. Die Ludwigsburgerin war stolz mit Ihrer Bronzemedaille um den Hals aus dem Flieger gestiegen. Besonders sehnsüchtig wurde sie von ihrer Trainerin Marie-Luise Probst-Hindermann erwartet. Gemeinsam hatten sie seit Jahren auf diesen Moment hingearbeitet. Dass es dann sogar zu einer Medaille reichte, damit hatten beide nicht gerechnet.


Als Tabea Alt noch ein kleines Kind war, hatte Probst-Hindermann das Talent der heute 17jährigen erkannt und gefördert. Das Ziel für die Weltmeisterschaften in Montreal war die Finalteilnahme auf dem Schwebebalken. "Ich arbeite mit Tabea seit 2008 zusammen und habe alles miterlebt. Hoch und runter, und jetzt ist es besonders schön", freute sich die Trainerin am Flughafen.

2:18 min

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Viel Zeit zum Erholen werden die Turnerinnen nicht haben. Bereits am Wochenende wartet mit dem zweiten Wettkampftag in der Deutschen Turn-Liga (DTL) in Heidenheim bereits der nächste sportliche Auftritt auf die erfolgreichen Damen.

TV-Tipp: Ausschnitte vom Wettkampf in Heidenheim gibt es in der Sendung "SWR Aktuell" im SWR Fernsehen BW am kommenden Samstag, 14. Oktober, ab 19.30 Uhr.

STB-Präsident Drexler hofft, dass die Erfolge der Schwäbinnen dem Turnsport Aufttrieb verleihen werden. "Das Feeling ist großartig, alle freuen sich und sind guter Dinge. Eine solche Aufbruchsstimmung brauchen wir für die Weltmeisterschaft 2019 in Stuttgart", meinte der Funktionär. Zunächst einmal aber sind Alt und Seitz in den kommenden Tagen gefragte Gesprächspartner.

TV-Tipp: Tabea Alt ist am kommenden Sonntag, 15. Oktober, Studiogast im TV-Magazin "Sport im Dritten" (22.05 Uhr, SWR Fernsehen BW).