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Teamcheck | VfB Stuttgart Die Schwaben zurück in der Bundesliga

Es war keine einfache Saison für den VfB Stuttgart. Einige Aufs und Abs - dazu noch der Fall Kevin Großkreutz. Am Ende ein wichtiges Auf! Als Meister der 2. Bundesliga klappte der erhoffte und auch erwartete Aufstieg.

Ron-Robert Zieler, Flügelspieler Takuma Asano und Kapitän Christian Gentner vom VfB Stuttgart.

Der VfB Stuttgart ist zurück in der Bundesliga

So lief die vergangene Saison

Die zweite Liga ist beim VfB Stuttgart fast schon wieder vergessen. Nach dem Missverständnis mit Trainer Jos Luhukay holten die Schwaben, nach nur ein paar Wochen, den jungen und eher unbekannten Hannes Wolf von Borussia Dortmund. Er führte die Schwaben nach oben. Nicht nur bei der Verpflichtung des Trainers bewies der damalige Sportdirektor Jan Schindelmeiser ein gutes Händchen.

Außerhalb des Platzes sorgte nur einer für Unruhe. Der ehemalige Nationalspieler Kevin Großkreutz wurde nach nächtlichen Eskapaden und anschließender Schlägerei vom Verein entlassen. Die Euphorie nach dem Aufstieg war riesig – 50.000 Anhänger feierten die direkte Rückkehr, doch in knapp drei Wochen beginnt wieder der Ernst des Erstligalebens mit dem Auswärtsspiel bei der Hertha in Berlin.


Wie geht es weiter?

Stellt sich die Frage: Wie gut sind die Schwaben? Werden sie wieder um den Abstieg kämpfen? Schaffen sie locker einen Platz im Mittelfeld? Oder können Sie sogar oben mitspielen? Fest steht: Der Kader ist stärker als im Vorjahr. Die Qualität der Mannschaft hat zugenommen. Das sagt auch Stürmer Simon Terodde. Der 29-Jährige spürt den Konkurrenzkampf. "Jeder kämpft um seinen Platz, jeder will unbedingt Bundesliga spielen." Unruhe gibt es indes in der Chefetage. Die überraschende Entlassung von Sportdirektor Jan Schindelmeiser sorgte für viel Unverständnis bei den Fans. Der neueingesetzte Sportdirektor Michael Reschke tritt nun ein schweres Erbe an.

Wer kommt? Wer geht?

Die ganz großen Namen sind bislang nicht verpflichtet worden. Neben Torhüter Ron-Robert Zieler, der Bekannteste, Holger Badstuber! Nach langer Suche nach einem Innenverteidiger sind die Schwaben jetzt fündig geworden. Der 28-Jährige, immerhin 31-maliger Nationalspieler, wird die Abwehr verstärken – wenn der ehemalige Schalker von Verletzungen verschont bleibt, durchaus ein guter Transfer. Ein Verlust ist der Weggang von Alexandru Maxim. Der Rumäne, vor allem am Ende der Aufstiegssaison in Topform, wechselte zum Ligarivalen FSV Mainz 05.

Der Trainer

Auch für Trainer Hannes Wolf ist die Bundesliga Neuland. Der 36-Jährige hatte jüngst seinen Vertrag vorzeitig verlängert. Stammplätze gibt es bei ihm nicht. Auch gestandene Profis wie Kapitän Christian Gentner müssen sich jeden Tag neu beweisen. "So ist das System, nur so lässt sich das Optimum rausholen", so Wolf.


Beim Verein für Bewegungsspiele ist Demut gefragt. Als Aufsteiger nicht wie sonst große Sprüche machen. Die Schwaben sind froh, dass sie zurück sind – da wo sie ihrer Meinung nach immer hingehörten – in der Bundesliga.