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Teamcheck | FSV Mainz 05 Klares Ziel ist der Klassenerhalt!

Mainz 05 hat eine mehr als durchwachsene Hinrunde gespielt. Dennoch ist Trainer Sandro Schwarz zuversichtlich, dass die 05er die Klasse halten.

Hat der FSV Mainz 05 in der Rückrunde wieder häufiger Grund zum Jubeln?

Hat der FSV Mainz 05 in der Rückrunde wieder häufiger Grund zum Jubeln?

So lief die Hinrunde

Mit zwei Niederlagen zum Auftakt gegen die beiden Aufsteiger Hannover und Stuttgart kamen die Mainzer denkbar schlecht in die Saison. Mit dem ersten Dreier gegen Leverkusen starteten die 05er eine kleine Erfolgsserie. Allerdings sind gerade mal vier Siege in der Hinrunde zu wenig. Platz 15 und nur zwei Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz - so lautet die magere Bilanz. Damit können die Mainzer nicht wirklich glücklich sein. Das Liga-Hinrundenfazit fällt daher auch eher schlecht aus. Trainer Sandro Schwarz: "Nach dem schlechten Augsburg-Spiel (1:3-Heimniederlage) haben wir uns wieder rein gekämpft und wichtige Punkte geholt. Dieses Gefühl war wichtig, dass wir die Qualität haben, auch Spiele zu drehen". Hoffnungsschimmer und Saisonhöhepunkt war für die Mainzer aber sicher das Erreichen des DFB-Pokal-Viertelfinals. Anfang Februar spielen die 05er im Rhein-Main-Derby bei Eintracht Frankfurt.


Wer kommt, wer geht

Fabian Frei und Jairo Samperio haben den Verein verlassen. Frei ist Schweizer Nationalspieler und erhofft sich mit seinem Wechsel in die Heimat zum FC Basel mehr Spielzeit, um sich nachdrücklich für "die Nati" und die WM in Russland empfehlen zu können. Der Spanier Jairo spielte im Kader keine Rolle mehr. Sein Wechsel zu UD Las Palmas stand schon länger im Raum. Der erste Neue ist ein alter Bekannter: Anthony Ujah soll die Offensivflaute beenden. Vor fünf Jahren trug der Nigerianer schon einmal das Trikot der Rheinhessen, kam aber nur auf zwölf Einsätze und zwei Tore. Jetzt soll es besser laufen. "Ich möchte jetzt das schaffen, was ich damals verpasst habe. Ich hoffe dabei helfen zu können, dass wir die Saisonziele erreichen. Ich weiß, dass die Fans viel von mir erwarten", sagt der Rückkehrer. Nach seiner ersten Mainzer Zeit hat er ja gezeigt, was er kann. 34 Tore in 94 Einsätzen beim 1. FC Köln sowie 11 Tore in 32 Spielen für Werder Bremen.


Aufsehenerregend war sicherlich die Verpflichtung des Niederländers Nigel de Jong. Der Vizeweltmeister von 2010 spielte in seiner Karriere unter anderem für den Hamburger SV, Manchester City, den AC Mailand und zuletzt für Galatasaray Istanbul. Der 33-Jährige kommt vorerst bis zum Saisonende nach Mainz und soll laut Sportvortand Rouven Schröder direkt eine Führungsrolle übernehmen. Weitere Neuzugänge sind noch möglich. Sandro Schwarz: "Wir sind nicht die Einzigen, die in der Transferperiode aktiv sind. Mal sehen, ob noch was geht", so der Trainer.

Trainer

Sandro Schwarz ist ein Kind der Stadt. Als Jugendspieler kam er zu den 05ern, er hat in Mainz sein Fachabitur gemacht, als Zweitligaprofi gespielt. Seine Trainerlaufbahn über die A-Jugend und die U23 in der dritten Liga ist "typisch Mainz". Das Vertrauen in seine Arbeit scheint grenzenlos. Sportvorstand Rouven Schröder und Schwarz demonstrieren permanent Geschlossenheit. Beide wirken tatsächlich wie ein Team. Sollte es am Saisonende nicht zum Klassenerhalt reichen, ist es gut denkbar, dass der Verein trotzdem an Sandro Schwarz festhält und mit dem 39-Jährigen in die zweite Liga geht.

Erwartungen an die Rückrunde

"Wenn wir in den Spielen energiegeladen sind, als Gemeinschaft auftreten, dann haben wir gute Resultate erzielt. Das muss unser Anspruch sein, in den Spielen die fünf Prozent mehr auf den Platz zu bringen", sagt Sandro Schwarz. Mainz 05 hat gemeinsam mit RB Leipzig die meisten Balleroberungen, laut Datenerhebung, die den Vereinen zur Verfügung steht. Den Begriff "Abstiegskampf" nimmt Schwarz nicht in den Mund.


Wenn die Torflaute dank Anthony Ujah behoben und die Mannschaft konstanter wird, dann stehen die Chancen gut, dass Mainz 05 auch in der kommenden Saison in der Bundesliga spielt. Seit dem Aufstieg 2009 haben die Rheinhessen keinen einzigen Spieltag auf einem Abstiegsplatz gestanden. Wenn es nach Sandro Schwarz geht, kann das gerne so bleiben.