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Skispringen | Portrait Ramona Straub 0,2 Punkte fehlten fürs Podest

Nur 0,2 Pünktchen fehlten der Lokalmatadorin Ramona Straub auf das Podest beim Weltcup in Hinterzarten. Straub kann dennoch zufrieden sein: Für sie war es das beste Weltcup-Resultat.

Lokalmatadorin Ramona Straub erfüllt in Hinterzarten die Olympianorm.

Lokalmatadorin Ramona Straub erfüllt in Hinterzarten die Olympianorm.

Es wäre die Sensation des Tages gewesen. Ramona Straub vom SC Langenordnach springt auf ihrer Heimschanze in Hinterzarten auf das Podest. Wegen 0,2 Punkten - umgerechnet nicht einmal 40 Zentimeter - blieb der Paukenschlag aus. Straub landet mit hervorragenden Sprüngen auf dem vierten Rang und erzielt damit ihr bestes Weltcup-Resultat ihrer Karriere. Damit ist sie vor heimischer Kulisse zweitbeste Deutsche hinter der Oberstdorferin Katharina Althaus (Platz zwei) und sogar vor Olympiasiegerin Carina Vogt (sechster Platz).

Nach dem ersten Durchgang auf Medaillen-Kurs

Bereits mit der Startnummer zwei startete die 24-Jährige in den Wettkampf. Mit einem fehlerfreien Sprung segelte sie auf 101,5 Meter und sicherte sich vorerst den ersten Platz. In der Leadersbox konnte Straub es sich lange Zeit gemütlich machen. Erst die zwei letzten Skispringerinnen Maren Lundby aus Norwegen und Katharina Althaus konnten sie von der führenden Position verdrängen.

Im zweiten Wertungsdurchgang wurde sie von ihren angereisten Skiclub-Kollegen jubelnd auf 97,5 Meter getragen. Mit diesem soliden Sprung landete sie nur knapp hinter der derzeit führende Japanerin Sara Takanashi. Mit Rang vier kann Ramona Straub bei ihrem Saison-Debüt dennoch zufrieden sein. Im ersten Springen konnte sie gleich die Olympianorm erfüllen und kann sich nun Hoffnungen auf Pyeongchang machen.

2:14 min

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Skispringen | Ramona Straub

Ramona Straub springt in Hinterzarten auf Platz vier

Benita Hansmann

Mit Sprüngen auf 101,5 und 97,5 springt Lokalmadatorin Ramona Straub auf Rang vier.

Zurück in der Heimat

Seit dem die Schwarzwälderin im Sportförderprogramm der Bundeswehr ist, wohnt und trainiert sie in Oberstdorf. Die Schanze in Hinterzarten ist für Ramona Straub also kein ungewohntes Terrain. Schon von Kindesalter auf trainierte sie regelmäßig im benachbarten im Alderstadion in Hinterzarten. Hunderte Trainingssprünge absolvierte die 24-Jährige bereits von der Weltcup-Schanze und kennt daher ihre Tücken in- und auswendig. Diese Erfahrung könnte unter anderem zur besten Platzierung in ihrer Karriere verholfen haben.

Immer wieder das Kreuzband

Ramona Straub ist im Weltcup-Zirkus kein unbekanntes Gesicht. In Hinterzarten feierte sie ihren 49. Weltcupstart. Dabei hätte sie schon bei weit mehr Weltcupspringen dabei sein können. Ihr Kreuzband machte ihr aber bereits schon zweimal einen Strich durch die Rechnung. Im Februar 2013 zog sich Straub ihren ersten Kreuzbandriss zu und musste die Saison vorzeitig beenden. Nur ein Jahr später der erneute Schock: abermals das Kreuzband. Seit der Genesung startet die 24-Jährige regelmäßig im Continental Cup. Durch ihre guten Resultate in der "zweiten Liga", beruft sie Bundestrainer Andreas Bauer zurecht in den Weltcup-Kader.

Von Benita Hansmann