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Der Sport in Deutschland ist durch die Corona-Krise stillgelegt. Darunter leiden momentan nicht nur die Spitzensportler, sondern es bedeutet einen enormen Einschnitt in das Leben jeden Freizeitsportlers. Und die etwa 88.000 Vereine in Deutschland müssen um ihre Existenz kämpfen.

"Natürlich ist der Sport nicht lebenswichtig in Zeiten einer Pandemie. „Die Gesundheit sollte über allem stehen", setzt Jochen Borchert, Präsident des Landessportbundes Rheinland-Pfalz, klare Prioritäten in SWR Sport in RP.

Sport spielt in Deutschland eine wichtige Rolle

Doch der Sport spielt in Deutschland eine wichtige Rolle. Knapp zwölf Millionen Menschen treiben mehrmals wöchentlich Sport, weitere 15 Millionen mehrmals monatlich und etwa zehn Millionen zumindest sporadisch. In Deutschland gibt es etwa 88.000 Sportvereine, allein in Rheinland-Pfalz mehr als 6.000 mit im Schnitt 300 Mitgliedern.

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"Ernsthafte Sorgen" um den Sport

"Die Sportvereine machen sich Existenzsorgen. Wir haben Übungsleiter, die jetzt keine Sportstunden mehr halten können, aber die ihr Geld, die geringen Bezüge dort, mit eingerechnet haben. Die Veranstaltungen sind alle abgesagt, Einnahmen für die Vereine sind im Moment nicht mehr da. Der Sport in Rheinland-Pfalz und in ganz Deutschland macht sich ernsthafte Sorgen", beschreibt Borchert die Lage.

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Der Funktionär sieht die Rolle des Sports wesentlich umfassender als nur als kurzweiligen Zeitvertreib. "Der Sport wird immer wieder erwähnt als großer Player im Bereich der gesellschaftlichen Entwicklung, der Gesellschaftsleistung", erklärt Borchert und führt weiter aus: "Der soziale Kontakt, die soziale Vereinigung, das zeichnet unsere Sportwelt in Deutschland aus." 

Vereine kommen ihrer sozialen Verantwortung nach

Und die Vereine kämen auch in diesen schwierigen Zeiten ihrer sozialen Verantwortung nach. Beispielsweise würden viele Vereine Unterstützung im täglichen Leben wie einen Einkaufsservice anbieten. "Das Zusammenrücken war schon da und wird jetzt noch verstärkter da sein. Die Sportfamilie hält zusammen", ist sich Borchert sicher.

Deshalb dürfe der Sport von der Politik nicht vergessen werden, sondern brauche Unterstützung. "Und der Sport wird nicht vergessen, da bin ich mir ziemlich sicher", glaubt Borchert fest an Hilfe durch die Politik, wenn die Krise überwunden ist.

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