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Als die ARD Sportschau im März 1971 den ersten Torschützen des Monats auszeichnete, war Mario Basler gerade einmal zwei Jahre alt. Im Laufe seiner Karriere konnte er sich immerhin sechsmal in die Liste der beliebtesten Torschützen einreihen.

Auch nach 50 Jahren immer noch auf einem Podestplatz beim Tor der Monats. Darüber darf sich Mario Basler freuen, wenn er am Sonntag auf der Gästecouch von SWR Sport in Rheinland Pfalz sitzt. Mit Abstand am häufigsten wurden die Tore von Lukas Podolski gewählt, er rangiert mit 12 Treffern unangefochten vor Jürgen Klinsmann, der sieben Mal ausgezeichnet wurde. Den dritten Platz teilt sich der gebürtige Pfälzer Mario Basler mit den früheren Ausnahmestürmern Karl Heinz Rummenigge und Klaus Fischer. Alle drei lagen in der Gunst der Sportschau-Zuschauer sechsmal vorne. Was diesen dritten Platz für den Mittelfeldspieler Basler noch wertvoller macht, sowohl Jahrhundertstürmer Gerd Müller, als auch der spätere Bundestrainer Rudi Völler wurden "nur" fünfmal ausgezeichnet.

"Ich würde heute 150 Millionen Euro kosten"

Über den VfL Neustadt kam Mario Basler als 16-Jähriger zum 1. FC Kaiserslautern, bestritt dort am letzten Spieltag der Saison 1988/89 auch sein erstes und vorerst auch einziges Bundesligaspiel für die Pfälzer. Über den Umweg zweite Liga führte der Weg dann über Rot-Weiß Essen und Hertha BSC Berlin zurück in die Bundesliga, zum SV Werder Bremen. Hier etablierte sich Basler unter Coach Otto Rehhagel und wurde 1996 für eine Ablösesumme von acht Millionen Euro vom FC Bayern München verpflichtet. Eine damals stolze, heute für Basler lächerliche Summe: "Ich würde heute 150 Millionen Euro kosten", meinte er später einmal, eine bei seinen Fähigkeiten durchaus realistische Summe. Doch es waren leider nicht immer nur die genialen Pässe und die herausragenden Treffer, auffällig wurde der 30-fache Nationalspieler auch durch seine Eskapaden neben dem Platz.

So endete die Zeit bei den Bayern einige Monate nach dem verlorenen Champions-League-Finale gegen Manchester United (nach Baslers Führungstreffer verloren die Münchner noch durch zwei späte Gegentore mit 1:2) im November 1999. Grund für die Suspendierung war seine Anwesenheit bei einer nächtlichen Wirtshausrangelei, laut Aussage von Bayern-Manager Uli Hoeneß soll es während Baslers Zeit in München des öfteren private Verfehlungen des Spielers gegeben haben.

Betzenberg, Katar, Verbandsliga

Es folgte die Rückkehr nach Kaiserslautern, wo Basler auf seinem alten Bremer Trainer Otto Rehhagel traf. Seine letzte Station als Profi führte Super Mario dann 2003 nach Katar, zum Al-Rayyan Sport-Club. Ein Jahr später versuchte sich der Pfälzer als Trainer, wobei die Stationen in Regensburg, Koblenz, Trier, Burghausen, Oberhausen und beim FSV Frankfurt immer nur von relativ kurzer Dauer waren.

Wesentlich ausdauernder zeigte sich Basler als aktiver Spieler. Für den TuS Rüssingen im Donnersbergkreis spielte er noch vor einigen Jahren in der Verbands- und Landesliga, einmal sogar als Torwart. Doch das Hauptgeschäft des heute 52-Jährigen war und blieb bis heute das Tore schießen.

Er war immer der Mann für die besonderen Treffer. Da gab es direkt verwandelte Eckbälle oder aber Freistöße, für die sich "Super Mario" ohne großes Aufwärmprogramm auch schon einmal selbst einwechselte, um sie dann im Winkel zu versenken. Spektakuläre Szenen, über die Mario Basler mit Sicherheit auch am Sonntag Abend in SWR Sport in Rheinland Pfalz sprechen wird.

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