Benjamin Uphoff vom KSC (Foto: Imago, osnapix)

SWR Sport in BW | Sonntag, 21:45 Uhr Torwart-Typen live im Studio: Kevin Müller und Benjamin Uphoff

"Als Torwart muss man etwas verrückt sein" - heißt es. Stimmt das? Die Keeper Kevin Müller (1. FC Heidenheim) und Benjamin Uphoff (Karlsruher SC) erzählen bei SWR Sport vom Leben auf der Linie.

Kevin Müller (28) ist der große Rückhalt beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim. Der gebürtige Rostocker, Neffe von Ex-Bundesliga-Keeper Martin Pieckenhagen, gibt dem Tabellen-Vierten die nötige Stabilität. Kraft tankt der Mann mit den vielen Tattoos bei seiner Familie. Sohnemann Pepe ist der ganze Stolz von Papa Kevin Müller.

Kevin Müller vom 1. FC Heidenheim (Foto: Imago, foto2press)
Kevin Müller vom 1. FC Heidenheim Imago foto2press

Benjamin Uphoff (25) ist ein Torwart, der über den Tellerrand hinaus schaut. Der KSC-Keeper absolviert neben seiner Tätigkeit auf dem Platz ein Fernstudium zum Fahrzeugmechaniker. Gern schraubt der Autoliebhaber in der Werkstatt seines Vaters an Fahrzeugen herum.

Die beiden Torhüter sind nach dem Zweitliga-Duell zwischen dem Karlsruher SC und dem 1. FC Heidenheim Gäste von Moderator Michael Antwerpes am 29. September ab 21.45 Uhr in SWR Sport BW.

Fußball | Historie Radenković, Chilavert, Lehmann und viele mehr - echte Typen im Tor

William Henry Foulke im gestreiften Trikot von Sheffield United. (Foto: Imago, imago images / Colorsport)
William Henry Foulke, genannt "Fatty" ist eine dieser Legenden vom Anfang des Fußballs. Trotz seiner auch für die Zeit um 1900 beachtlichen 140 Kilogramm war er, wenn es darauf ankam, agil und beweglich. Foulke gewann mit Sheffield United einmal den englischen Meistertitel und zweimal den FA-Cup. Gegnerische Fans verspotteten ihn häufig aufgrund seiner Körperfülle. Darauf angesprochen erwiderte der Torhüter nur: "Mir egal, wie sie mich rufen. Hauptsache, sie rufen mich nicht zu spät zum Lunch." Imago imago images / Colorsport Bild in Detailansicht öffnen
Frantisek Planicka wurde die "Katze von Prag" genannt. Das lag daran, dass er seine Körpergröße von 1,79 Metern durch Sprungkraft und exzellente Reflexe wettmachte. 73 Mal lief Planicka für die tschechoslowakische Nationalmannschaft auf. Er hatte großen Anteil an deren Vize-Weltmeistertitel 1934. Unsterblich wurde der Stammkeeper von Slavia Prag im WM-Viertelfinale 1938 gegen Brasilien. Trotz eines Unterarmbruchs kurz vor Schluss spielte Planicka die Partie zu Ende. Imago imago images / CTK Photo Bild in Detailansicht öffnen
Bernhard "Bert" Trautmanns Geschichte klingt nach Hollywood. Als Deutscher in englischer Kriegsgefangenschaft schaffte er den Aufstieg zur Fußball-Legende. 508 Mal lief er für Manchester City auf. 2007 wurde er zum besten Manchester-City-Spieler aller Zeiten gewählt. "Traut the Kraut" wurde im FA-Cup 1956 zur Legende: Bei einem Zusammenstoß brach er sich das Genick und spielte die Partie trotzdem zu Ende. City gewann den FA-Cup und Traumanns Geschichte wurde 2018 tatsächlich verfilmt. Imago imago images / Colorsport Bild in Detailansicht öffnen
Petar Radenković ist 1966 mit 1860 München Deutscher Meister geworden. Auf dem Platz überzeugte er nicht nur mit spektakulären Paraden. "Radi" war auch immer für die eine oder andere Kapriole zu haben. So wagte er sich immer wieder ins Dribbling - gerne bis zur Mittellinie. Auch Abseits des Platzes war immer mit ihm zu rechnen. Die Schallplatten mit seinem Gassenhauer "Bin i Radi, bin i König" wurde 400.000 Mal gepresst. Imago imago sportfotodienst Bild in Detailansicht öffnen
Josef "Sepp" Maier war einer der besten Torhüter der 1960er und 70er Jahre. Als Spieler wurde die "Katze von Anzing" unter anderem Weltmeister, Europameister und viermal Deutscher Meister. Für den FC Bayern absolvierte die Torwart-Legende 536 Partien. Auf und neben dem Platz war Maier außerdem immer für einen Spaß zu haben. 1979 hechtete er im Spiel gegen den HSV einem Lufballon hinterher, 1976 jagte er gegen Bochum eine Ente auf dem Platz. Imago imago images / Sven Simon Bild in Detailansicht öffnen
Harald "Toni" Schumacher war einer der besten Torhüter der 1980er. Dreimal wurde er mit dem 1. FC Köln Deutscher Pokalsieger, einmal Deutscher Meister. 1980 wurde Schumacher Europameister. Auf dem Platz trat der Torhüter manchmal auf wie ein Besessener. Bei der WM 1982 verletzte er den Franzosen Patrick Battiston bei einem rücksichtslosen Zusammenstoß schwer. Im Anschluss verursachte Schumacher Negativschlagzeilen, als er sagte: "Wenn es nur die Jacketkronen sind, die bezahle ich ihm gerne." Imago imago images / Kicker/Eissner, Liedel Bild in Detailansicht öffnen
Ohne Toni Schumacher wäre Uli Stein in den 1980er-Jahren die unbestrittene Nummer eins im deutschen Tor. So musste sich der Hamburger häufig hinten anstellen. Aus Wut darüber bezeichnete Stein Nationaltrainer Beckenbauer bei der WM 1986 als "Suppenkasper". Der DFB schickte den Torwart nach Hause. Auch national war Steins aufbrausendes Gemüt bekannt. 1986 schlug er Bayern-Spieler Wegmann ins Gesicht. Trotzdem wurde Stein zweimal Deutscher Meister und zweimal DFB-Pokalsieger. Imago imago images / Kicker/Liedel Bild in Detailansicht öffnen
Jose Luis Chilavert war auf dem Platz für seinen Jähzorn bekannt. Nach einem Spiel spuckte er dem Brasilianer Roberto Carlos ins Gesicht, obwohl der ihm nur die Hand geben wollte. Für sein Heimatland Paraguay erzielte Chilavert acht Tore in 74 Ländespielen. In den Jahren 1995, 1997 und 1998 wurde er zum Welttorhüter des Jahres gewählt. Zudem kandidierte der schlägerwütige Keeper auch für das Präsidentenamt in Paraguay. Letztendlich wurde er aber nicht Präsident. Imago imago images / ULMER Bild in Detailansicht öffnen
Der Kolumbianer René Higuita wurde durch seinen "Scorpion-Kick" weltberühmt. In einem Länderspiel gegen England 1995 wehrte der Keeper einen Ball mit seinen Hacken ab. Allgemein war er auf dem Feld für seine spielerischen Einlagen bekannt. Was sich des Öfteren rächte. "El Loco" (Der Verrückte) wurde zweimal positiv auf Kokain getestet und beendete 2009 seine Karriere. Imago imago images / WEREK Bild in Detailansicht öffnen
Oliver Kahn gehörte zu den besten seiner Zunft. Achtfacher Deutscher Meister, sechsfacher Pokalsieger, Europameister 1996 und dreimaliger Welttorhüter - das spricht für sich. Auf dem Platz war der "Titan" zudem für sein aufbrausendes Wesen bekannt. Ein Lied davon kann Heiko Herrlich singen. Beim Spiel gegen den BVB 1999 versucht FC Bayern-Keeper Kahn den Dortmunder Stürmer Herrlich in den Hals zu beißen. Berühmt-berüchtigt machte ihn auch sein Kung-Fu-Tritt im selben Spiel. Imago imago images / Team 2 Bild in Detailansicht öffnen
Spektakuläre Sprünge, großartige Paraden, aber auch ein paar Aussetzer: Tomislav Piplica von 1998 bis 2009 eine Institution bei Energie Cottbus. Unvergessen, sein legendäres Eigentors mit dem Hinterkopf 2002 gegen Borussia Mönchengladbach. Imago SWR Bild in Detailansicht öffnen
Jens Lehmann war die Nummer eins bei der Heim-WM 2006 und der Held beim Elfmeterschießen gegen Argentinien. Mit Schalke wurde er 1997 UEFA-Pokalsieger und erzielte als erster Torhüter der Bundesliga-Geschichte ein Tor aus dem Spiel heraus. Im Oktober 1993 kassierte er in sieben Minuten drei Tore gegen Bayer Leverkusen und wurde zur Pause ausgewechselt. Wütend fuhr er anschließend mit der S-Bahn heim. Im Trikot des VfB Stuttgart warf er 2009 einen Schuh von Hoffenheims Sejad Salihovic aufs Tor. Imago Imago images / Avanti Bild in Detailansicht öffnen
Tim Wiese war schon beim 1. FC Kaiserslautern ein bunter Vogel. In der legendären "Gerry-Ehrmann-Flugschule" ausgebildet ging er zu Werder Bremen und holte 2009 den DFB-Pokal. Bei der TSG Hoffenheim wurde er 2013 in die "Trainingsgruppe 2" verbannt und beendete anschließend seine Laufbahn. Nach seiner Fußballer-Karriere widmete er sich vermehrt dem Kraftraining. 2016 gab "The Machine" in München sein Debüt als Wrestler. Imago imago images / Jan Huebner Bild in Detailansicht öffnen
Manuel Neuer hat das Torwartspiel verändert. In vielen Spielen ist er der Inbegriff eines mitspielenden Torhüters. Für seine Leistung wurde Neuer viermal in Folge zum Welttorhüter gewählt. Mit dem FC Bayern gewann er sieben Mal die Deutsche Meisterschaft, fünfmal den DFB-Pokal und einmal die Champions League. Am Weltmeistertitel 2014 hatte Neuer mit seinen spektakulären Aktionen entscheidenden Anteil. Imago imago images / ITAR-TASS Bild in Detailansicht öffnen
Wayne Shaw spielt zwar nur für Sutton United in der fünften englischen Liga. Dennoch ist der ""Roly Poly Goalie". so der Spitzname des 150-Kilogramm-Mannes, mittlerweile international berühmt. Der Grund: Um eine Wette zu gewinnen aß er in der fünften Runde des FA-Cups gegen den FC Arsenal einen Pie. Imago imago/Colorsport Bild in Detailansicht öffnen

Außerdem berichten wir ausführlich über das Bundesliga-Sonntagsspiel des SC Freiburg bei Fortuna Düsseldorf. Der Tabellen-Vierte will in der Erfolgsspur bleiben. Bei uns gibt es alle wichtigen Szenen und Stimmen. Dazu berichten wir von der Partie 1899 Hoffenheim gegen Bor. M'gladbach.

Außerdem: Das Spiel von Zweitliga-Spitzenreiter VfB Stuttgart bei Arminia Bielefeld und der Auftritt des SV Sandhausen beim FC St. Pauli.

Moderation: Michael Antwerpes

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SWR Sport-Moderator Michael Antwerpes im Studio der Sendung "SWR Sport" in Baden-Württemberg (Foto: SWR, SWR / Alexander Kluge)
SWR-Sport-Moderator Michael Antwerpes SWR / Alexander Kluge Bild in Detailansicht öffnen
SWR-Sport-Moderator Lennert Brinkhoff Bild in Detailansicht öffnen
SWR Sport-Moderatorin Lea Wagner Bild in Detailansicht öffnen
SWR Sport-Moderator Tom Bartels Bild in Detailansicht öffnen
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