Ermin Bicakcic (TSG 1899 Hoffenheim) (Foto: Imago, Pressefoto Rudel/Robin Rudel)

Sport im Dritten | TSG Hoffenheim Ermin Bicakcic: Der Vater als härtester Kritiker

Ermin Bicakcic spricht das aus, was ihm auf dem Herzen liegt. In der Sendung "Sport im Dritten" äußerte sich der Hoffenheimer zu seinem Vertrag bei der TSG, die Flucht vor dem Bosnien-Krieg und seinen härtesten Kritiker.

Die meisten Fußballfans kennen Ermin Bicakcic als Innenverteidiger der TSG 1899 Hoffenheim, der in dieser Saison schon 20 Bundesligapartien absolvierte. Doch im Gespräch mit Moderatorin Lea Wagner bei "Sport im Dritten" konnten die Zuschauer ein wenig hinter die Fassade des robusten Zweikämpfers schauen. Bicakcic verriet etwa, dass er gerne seinen Vertrag in Hoffenheim verlängern würde. Dieser läuft 2020 aus. Die Gespräche über eine Vertragsverlängerung laufen bereits, die Signale seien eindeutig.

Dauer

Bicakcic über seinen härtesten Kritiker

In seiner Jugend wurde der 29-Jährige besonders durch seinen Vater angespornt, der sich nicht leicht von den Leistungen seines Sohnes beeindrucken ließ. Salko Bicakcic glaubte immer, dass sein Sohn schon genug "Schulterklopfer" bekomme.

"Wenn ich zehnmal gespielte habe, hat er mich vielleicht ein halbes Mal gelobt. Auch wenn die Spiele gut waren."

Ermin Bicakcic über seinen Vater

Aber die Kritik hat sich ausgezahlt und Bicakcic ist nicht nur gestandener Bundesliga-Profi , sondern stand auch schon 27 Mal für die bosnische Nationalmannschaft auf dem Feld.

Dauer

Bicakcic über seine Flucht nach Deutschland

Im Alter von nur zwei Jahren musste Bicakcic mit seiner Familie vor dem Krieg in seinem Heimatland Bosnien fliehen. Zuerst aber nur mit Mutter und Schwester, der Vater wurde in die Armee eingezogen. Über ein Sammellager in Österreich kamen die Bicakcics nach Neckarsulm, wo Ermin aufwuchs. Heute weiß Bicakcic zu schätzen, was seine Eltern damals für das Wohl ihrer Kinder auf sich genommen haben. Er sieht den Fußball auch als Möglichkeit, seinen Eltern einen Teil davon zurückzugeben.

Dauer

Warum er in seiner Freizeit keinen Fußball schaut

Der ehemalige Spieler des VfB Stuttgart hat aber nicht nur Fußball im Kopf. Er liebe es, den Sport selber zu betreiben, doch wenn er nach Hause komme, brauche er Ablenkung. Für ihn sind andere Interessen wichtig, um Kraft für die vielen Trainingseinheiten und Spiele zu tanken. Bicakcic vergleicht seine Tätigkeit als Profi gerne mit einem Schreibtischjob, den man nach der Arbeit hinter sich lässt.

Dauer
STAND