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Rugby | DRV-Pokalfinale SC Neuenheim ist Pokalsieger

Der SC Neuenheim ist Rugby-Pokalsieger 2016. Im Heidelberger Final-Derby setzten sich die Neuenheimer beim TSV Handschuhsheim mit 16:14 durch.


Es war ein hochklassiges Finale vor rund 1.000 begeisterten Zuschauern, das am Ende durch eine Erhöhung entschieden wurde. Cameron-Dow traf kurz vor dem Spielende mit einem Strafkick zum 16:14 (80 + 2. Min.) für den SC Neuenheim. Oliver Seelinger vergab nur wenige Momente später die Chance zur erneuten Führung für den TSV Handschuhsheim, und so war der Pokalsieg nach einer an Spannung kaum zu übertreffenden Partie für den SCN perfekt.

Schon die beiden Ligaspiele zwischen den beiden Heidelberger Rugby-Teams waren knappe Angelegenheiten. Das Hinspiel verlor Handschuhsheim 26:29 - würde man das auf ein Fußballspiel umrechnen, wäre das nicht einmal ein halbes Tor. Das Rückspiel endete 17:23, im Rugby ebenfalls ein sehr knappes Ergebnis.

Das ist Union-Rugby

Im DRV-Pokal wird Union- oder 15er-Rugby gespielt. Es unterscheidet sich vom olympischen 7er-Rugby im Wesentlichen dadurch, dass beide Mannschaften 15 statt 7 Spieler aufstellen. Dadurch ist es deutlich schwieriger, durch die gegnerische Abwehr zu brechen und Punkte zu erzielen. Die Spiele sind dadurch häufig spannender, aber auch weniger dynamisch. Zudem werden zweimal 40 Minuten gespielt, beim 7er-Rugy sind es zweimal sieben Minuten. Wenn man außerhalb der Olympischen Spiele von "Rugby" spricht, ist meistens das 15er-Rugby gemeint.

Vor dem Pokalfinale hatte ein Streit über den Kunstrasenplatz beim Gastgeber TSV Handschuhsheim hohe Wellen geschlagen. Claus-Peter Bach, Vorsitzender des SC Neuenheim, sagte vor der Partie: "Das ist ein deutlicher Vorteil. Wir durften am Mittwoch zwar mal auf deren Platz trainieren. Es ist aber schon etwas anderes, wenn man den Kunstrasen nicht ständig gewohnt ist". Doch Kontrahent Moritz Bayer vom TSV Handschuhsheim wiegelte ab: "Eigentlich müsste der Kunstrasen laufstarken Gegnern zugute kommen. Unser Spiel ist jedoch eher sturmlastig."

Am Ende nahm der Untergrund keinen Einfluss auf das Spielgeschehen. Beide Mannschaften zeigten Spitzenleistungen und machten kräftig Werbung für den Rugby-Sport.

Die Rugby-Mannschaft

Eine Rugby-Mannschaft besteht aus 15 Spielern. Die Spieler mit den Trikot-Nummern 1 bis 8 sind die Stürmer und haben in erster Linie die Aufgabe Platz zu schaffen und den Ball zu beschützen. Die Spieler mit den Rücken-Nummern 10 bis 15 spielen in der "Reihe". Sie stehen im deutlichen Abstand hinter den Stürmern und sollen mit ihrer Athletik in die von den Stürmern geschaffenen Lücken stoßen. Der Spieler mit der Nummer 9 heißt "Verbinder". Er ist das Bindeglied zwischen Sturm und Reihe und koordiniert die Angriffe seiner Mannschaft.