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Ringen | Bundesliga-Finale Weingarten ist deutscher Ringermeister

Der SV Germania 04 Weingarten ist deutscher Mannschaftsmeister im Ringen. Im Rückkampf gegen den KSV Ispringen 1906 holten die Ringer aus Weingarten ein 13:11. Der Hinkampf hatte mit 13:9 geendet.

Frank Stäbler mit Turban

Frank Stäbler (r.) holte die entscheidenden Punkte gegen Ispringen

Nach der Hälfte des Rückkampfes stand es noch unentschieden. 6:6 war nach den ersten fünf Duellen auf der Anzeigetafel in der Pforzheimer Bertha-Benz Halle zu lesen. Ein bis dahin ausgeglichener Kampfabend, welcher der Germania bis dahin allerdings mehr nutzte als Ispringen. Durch das 13:9 aus Sicht von Weingarten benötigte Ispringen nämlich einen Sieg mit mindestens fünf Punkten Differenz.

Ispringens Trainer Bernd Reichenbach hatte sich nach der Niederlage im Hin-Kampf durchaus mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden gezeigt: "Der Kampf war super. Mit den vier Punkten, die wir geholt haben, haben wir alles offen gehalten. Jeder hat so gekämpft, dass nicht zu viele Punkte abgegeben wurden."

Das Ziel für den entscheidenden Sonntagabend hatte der leichte Außenseiter klar formuliert: "Jetzt versuchen wir, Deutscher Meister zu werden."

Ispringen legt gut los

Bereits im ersten Duell hatte Weingarten-Ringer Thomas Rönningen ein 3:0 gegen Ibrahim Fallacara geholt - Nick Matuhin (1:0), Ardo Arusaar (2:0) und Ivan Guidea (3:0) sorgten jedoch für eine Ispringer Führung. Der Weingartener Ionut Panat stellte durch ein 3:0 gegen Mohammed Yasin Yeter auf Unentschieden - 6:6 zur Pause.

Alejandro Valdes mit der Vorentscheidung

Direkt nach der Pause entschied der Ispringer Michael Kaufmehl zwar sein Duell gegen William Harth mit 1:0 für sich, dann aber kam es knüppeldick für den KSV: Durch einen 12:0-Sieg von Alejandro Valdes gegen den Ispringer David Wagner zog Germania Weingarten mit vier Punkten davon.

10:7 stand es nach dem sechsten Duell. In den verbleibenden drei Kämpfen hätte der KSV Ispringen somit acht Punkte mehr erringen müssen als die Germania aus Weingarten - ein beinahe aussichtsloses Unterfangen. Zumal Weltmeister Frank Stäbler noch gar nicht auf der Matte gestanden hatte.

Frank Stäbler mit "Turban" zum Titel

Der machte es dann nochmal spannend. Nach einer Cut-Verletzung musste der Weltmeister minutenlang behandelt werden, kam dann aber mit einem Kopfverband zurück - und drehte einen 0:2-Rückstand noch in einen Sieg. Danach kannte der SV Germania Weingarten kein Halten mehr.


Seit der Saison 2009/10 hatte es die Germania in jedem Jahr ins Finale geschafft - nach 2011 und 2012 ist der Titel in diesem Jahr die dritte Meisterschaft für Weingarten.