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Olympische Spiele | Fechten Peter Joppich bleibt ohne Medaille

Er ist viermaliger Weltmeister im Florettfechten und wurde Dritter bei den Olympischen Spielen 2012. Den Traum von Gold konnte sich der Koblenzer in Rio jedoch nicht erfüllen.

Der Koblenzer Fechter Peter Joppich verliert beim in Rio das Achtelfinale gegen Giorgio Avola

Der Koblenzer Fechter Peter Joppich verliert beim in Rio das Achtelfinale gegen Giorgio Avola

Es waren die vierten Olympischen Spiele für Peter Joppich. Ebenfalls vier Mal hat er sich bereits den Weltmeistertitel erfochten, doch olympisches Gold gab es nie. Auch bei den Olympischen Spielen in Rio platzte der Traum von einer Medaille im Achtelfinale.

Schon die erste Runde war alles andere als einfach. Der Franzose Enzo Lefort, WM Dritter von 2014, forderte Joppich auf der Planche ordentlich heraus. Doch der 33-Jährige Koblenzer drehte das Gefecht nach einem 4:9-Rückstand und zog mit 15:13 ins Achtelfinale ein. Im nur vierköpfigen deutschen Fechterteam war Joppich die Medaillen-Hoffnung.

Aus im Achtelfinale

Doch der Florettspezialist verpasste am Sonntagnachmittag knapp das Viertelfinale. Joppich verlor gegen Team-Olympiasieger Giorgio Avola aus Italien mit 13:15 und bleibt damit ohne olympische Einzelmedaille. 2012 hatte Joppich mit der deutschen Mannschaft Bronze gewonnen.

Ein Olympia-Comeback in vier Jahren in Tokio hielt sich der Sportsoldat offen. "Olympia in Rio wäre nicht mein letztes Turnier gewesen - egal, wie es gelaufen wäre", sagte er. "Das ist noch alles lange hin. Ich habe mir die WM nächstes Jahr in Deutschland als Ziel gesetzt. Alles Weitere will ich jetzt noch nicht entscheiden."

Olympia - etwas ganz Besonderes für Joppich

Joppich, der seit seinem fünften Lebensjahr fechtet, war vor der Abreise nach Rio voller Vorfreude: "Olympia ist etwas ganz Besonderes für jeden Sportler. Der Einmarsch ins Stadion - das sind immer ganz besondere Gefühle und Emotionen, die in einem hochkommen. Das Leben im olympischen Dorf ist unfassbar toll. Man trifft die internationalen Stars der Sportszene und ich freue mich riesig drauf." Eingelaufen ins Maracana-Stadion von Rio de Janeiro ist Peter Joppich schon, nur zum Florett greifen darf er nicht mehr.

Europameisterschaft lief nicht gut

Schon bei der Europameisterschaft vor ein paar Wochen in Polen lief es nicht wirklich gut. Da konnte sich Joppich kaum auf den Wettkampf konzentrieren. "Das Ergebnis war nicht ganz so gut. Aber auch bedingt dadurch, dass meine Freundin hochschwanger war und der Kopf auch mehr zu Hause war als bei der Europameisterschaft. Man hing da wirklich nur die ganze Zeit am Telefon", erinnert er sich. Baby Nova kam gesund und munter auf die Welt und ist der größte Gewinn im Leben von Peter Joppich. Seinen ersehnten sportlichen Erfolg bei den Spielen in Rio wird der Koblenzer jedoch nicht erreichen können.