Skispringerin Carina Vogt bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi. (Foto: IMAGO, IMAGO / Sammy Minkoff)

Wintersport | Skispringen

Olympiasiegerin Carina Vogt beendet ihre Karriere

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Erste Skisprung-Olympiasiegerin der Geschichte und fünf WM-Titel in vier Jahren: Carina Vogt (Schwäbisch Gmünd), eine der erfolgreichsten Skispringerinnen der Welt, verkündete am Freitag ihr Karriereende.

"Ich habe einfach gemerkt, dass ich körperlich limitiert bin, dass ich nicht mehr die Leistung bringen kann, die ich über Jahre gebracht habe", sagte die 30-Jährige am Freitag in einer Medienrunde. In ihrer sachlichen und gefassten Art zog sie nach einem Jahrzehnt auf höchstem Niveau einen Schlussstrich.

Sie habe "den Sport immer zu 100 Prozent gelebt", betonte Vogt, "aber über die letzten zwei Jahre merken müssen, dass ich meinen Ansprüchen nicht mehr gerecht werde" und sich darum "entschlossen, das Kapitel Skispringen zu schließen".

Vogt gewinnt als erste Skispringerin Olympia-Gold

Vor acht Jahren hatte Carina Vogt Skisprung-Geschichte geschrieben: Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi gewann sie als erste Skispringerin überhaupt eine olympische Goldmedaille. Vor 2014 waren nur die Skisprung-Wettbewerbe der Männer olympisch.

Nach den Spielen von Sotschi gehörte Vogt zur Weltspitze. 2015 und 2017 gewann sie jeweils im Einzel und im Mixed-Team die Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften. 2019 holte sie mit dem Team WM-Gold in Seefeld.

Viele Verletzungen und der Blick nach vorne

In den vergangenen Jahren bremsten sie viele Verletzungen aus. 2019 riss sie sich das Kreuzband und verpasste die Saison. Auf den Kreuzbandriss folgten ein Außenbandriss im Sprunggelenk und eine Zyste im Knie. Aufgrund der Verletzungen verpasste sie die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking.

Jetzt will sie ihren Fokus auf ihre berufliche Karriere legen. Die Polizeihauptmeisterin beginnt im Juli ein Aufstiegsstudium bei der Bundespolizei. Dem Skispringen will sie weiterhin treu bleiben: "Ganz ohne Skispringen wird es nie gehen", meint sie. "Mich wird dieser Sport immer interessieren und ich werde ihn mir immer anschauen."

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