Aeneas Frisch ist am liebsten in der Luft. (Foto: SWR)

Wintersport | Skispringen Einer der besten Nachwuchsskispringer: Aeneas Frisch

Wenn in der Heimat eine Schanze in der Nähe ist, ist die Versuchung groß: So war es bei Aeneas Frisch, der in Isny im Allgäu großgeworden ist - jetzt ist er einer der besten Nachwuchsskispringer Deutschlands.

Kurz nachdem er laufen gelernt hatte, stand für Aeneas Frisch bereits das nächste Ziel fest: Skispringer werden. "Es ist ein ganz anderes Gefühl als alles andere. Es ist immer viel Adrenalin mit dabei. Es hat mir vom ersten Sprung an so viel Spaß gemacht und ich habe meine Passion darin gefunden", schwärmt er vom Skispringen wie andere von ihrer großen Liebe.

Der Einstieg erfolgt bereits mit vier Jahren

Schon im Alter von vier Jahren lässt Aeneas keinen Hügel aus, trainiert für seinen großen Traum. Das Training in jungen Jahren zahlt sich heute aus: Mittlerweile ist er 16 Jahre alt und gehört in seiner Altersklasse zu den besten fünf Skispringern Deutschlands.

Dauer

Ins Skiinternat in Oberstdorf schaffen es nur die talentiertesten Nachwuchssportler, darunter ist Aeneas Frisch gemeinsam mit 44 anderen jungen Talenten aus sechs verschiedenen Sportarten. Schon viele bekannte Sportler haben diesen Weg vor ihnen eingeschlagen: Skispringerin Katharina Althaus besuchte ebenfalls das Internat in Oberstdorf, das perfekte Bedingungen für einen straffen Alltag schafft. "Der Druck ist hoch: Mit Schule und Sport sind es 24-Stunden-Athleten. Das trifft es ganz gut", berichtet der Leiter des Internats Florian Kuiper.

Nicht alle werden es schaffen, doch der Ehrgeiz bei den jungen Sportlern ist groß: "Der Klischee-Traum ist Olympiasieger, Weltmeister. Aber ich habe eher kurzfristige Ziele, von Saison zu Saison", gibt sich der 16-jährige Aeneas bescheiden. Sein Trainer schlägt da schon größere Töne ein: "Ich halte sehr viel von ihm. Er hat eine gute Körpergröße, er ist sehr beweglich und bringt viel mit", nennt Christian Raimund die Stärken seines Schützlings.

"Einen Tod muss man eben sterben"

Doch wer Karriere im Sport machen möchte, muss im Privaten auf einiges verzichten. "Natürlich vermisst man die besten Freunde. Aber einen Tod muss man eben sterben, wenn man das mit dem Sport durchziehen will!" Aktuell zieht es Aeneas Frisch "durch": Vor knapp zwei Jahren ist er im Alter von 14 Jahren von zuhause ausgezogen. Seine Mutter besucht ihn einmal die Woche im Internat - und bangt während des Trainings und den Wettkämpfen um ihren Sohn: "Das ist natürlich spannend für die Eltern, wenn die Kinder auf die nächst größeren Schanzen wechseln. Man fragt sich: Geht das alles gut, klappt das?"

Aeneas Frisch hofft, dass es klappt - mit dem nächst größeren Karriereschritt. Oder eben "Karriere-Flug": "Das Fliegen ist einfach das, was den Sport ausmacht und das, was das Gefühl ausmacht. Ich kann es weit schaffen, wenn ich motiviert bleibe."

REDAKTION
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