Anna-Lena Forster ist Para Sportlerin 2022.  (Foto: IMAGO, IMAGO / Sven Simon)

Para Sportlerin des Jahres 2022

Paralympics-Siegerin Anna-Lena Forster: "Meine mentale Stärke macht mich erfolgreich"

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SWR

Monoskibobfahrerin Anna-Lena Forster (Radolfzell) gewann im vergangenen Winter bei Winter-Paralympics und Weltmeisterschaften insgesamt acht Medaillen. Nun wurde die 27-jährige zu Deutschlands Para Sportlerin 2022 gekürt. Im SWR Sport-Interview spricht sie über ihre mentale Stärke, die sie so erfolgreich macht.

SWR Sport: Sie wurden am Samstagabend in Düsseldorf zur Para Sportlerin 2022 gekürt. Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung zum Ende eines sehr erfolgreichen Sportjahres?

Anna-Lena Forster: Das rundet dieses verrückte Sportjahr ab. Dadurch, dass bei der Wahl auch das Publikum abstimmt, ist es etwas ganz Besonderes für mich. Das ist eine Bestätigung von außen. Es stärkt mir den Rücken, dass so viele Menschen anerkennen, was ich tue, und das freut mich einfach.

Sie haben ein unfassbares Jahr hinter sich: Zweimal Gold und zweimal Silber bei den Winter-Paralympics in Peking, dazu vier weitere Goldmedaillen bei den Weltmeisterschaften. Was hat Sie im vergangenen Winter so erfolgreich gemacht?

Forster: Um so erfolgreich zu sein, müssen natürlich viele Faktoren zusammenpassen, aber ich denke, dass es vor allem meine mentale Stärke ist. Seit gut einem Jahr arbeite ich mit einer Mentaltrainerin zusammen. Das hat mir sehr geholfen und den Tick mehr Selbstvertrauen gegeben. Außerdem habe ich für mich gelernt, besser mit meiner Erwartungshaltung umzugehen.

Annalena Forster, Fahnenträgerin (Foto: IMAGO, imago images/Mika Volkmann)
Annalena Forster bei den Paralympics in Peking imago images/Mika Volkmann

Sie haben selbst Psychologie studiert. Hilft Ihnen das auch weiter?

Forster: Durch das Studium bin ich allgemein für Mentaltraining sensibilisert. Aber thematisch hilft es mir nicht wirklich weiter. Da ist es gut, jemanden von außen zu haben. Ich melde mich immer bei meiner Mentaltrainerin, wenn Bedarf ist - und es gibt immer etwas zu besprechen. Zum Beispiel: Wie gehe ich mit meiner Nervosität am Start um? Wie mit Unsicherheiten, die mich belasten? Sie hat immer ein offenes Ohr für mich, und zusammen finden wir einen Weg, mit solchen Situationen umzugehen.

Wie geht's in der neuen Saison weiter?

Forster: Im Dezember startet der Weltcup in St. Moritz, danach geht's noch nach Österreich, und im Januar steht schon die Weltmeisterschaft in Spanien an.

SWR Sport: Welche Ziele haben Sie noch? Sie haben mit 27 Jahren ja bereits alles erreicht. Was motiviert Sie, weiterzumachen?

Forster: Die vergangene Saison war so intensiv, danach war ich echt durch, und ich habe mir Gedanken gemacht, wie lange ich noch weiter machen möchte. Aber als ich im Sommer wieder angefangen habe zu trainieren, war der Spaß wieder da. Wir haben das Sommertraining auf dem Gletscher in Saas-Fee gemacht, und mit dem Team unterwegs zu sein, ist einfach toll und motiviert mich.

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