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Das deutsche Skisprung-Mixed-Team hat überraschend die Goldmedaille bei der Heim-WM in Oberstdorf gewonnen und damit den Titel verteidigt. Zuvor hatten die Kombinierer die Silbermedaille geholt.

Das Skisprung-Team in der Besetzung Katharina Althaus, Markus Eisenbichler, Anna Rupprecht und Karl Geiger landete vor Topfavorit Norwegen und Österreich. Die Gewinner von Silber und Bronze waren nach den Vorleistungen in den Einzeln und im Frauen-Team auf der Normalschanze am Schattenberg wesentlich höher gehandelt worden.

Für Deutschland hielt damit zum Abschluss der ersten WM-Woche eine bemerkenswerte Siegesserie im Mixed-Team, bei dem je zwei Frauen und zwei Männer von der Schanze springen. 2015 im schwedischen Falun, 2017 im finnischen Lahti und 2019 im österreichischen Seefeld hatte es ebenfalls jeweils den WM-Titel gegeben. Für Rupprecht vom SC Degenfeld, die nach einer schweren Knieverletzung zurück ist, ist es der erste WM-Titel.

Althaus meldet sich zurück

"Ich bin ein bisschen sprachlos. Ich bin einfach happy und freue mich riesig", sagte Althaus schon während des Wettkampfs, als sich die große Überraschung Stück für Stück anbahnte, in der ARD. Sie hatte pünktlich zum Mixed-Wettbewerb ihre alte Topform wieder gefunden und dem deutschen Quartett mit Sprüngen auf 104 und 99,5 Meter jede Menge Sicherheit verliehen. 

Auch Eisenbichler (100 und 98,5 Meter) sowie Rupprecht (92,5 und 98,5 Meter) steigerten sich nach mäßigen Vorleistungen auf der Normalschanze am Schattenberg. Geiger hingegen hielt sein hohes Niveau vom Vortag, als er mit 103,5 und 102 Metern Silber im Einzel holte. Diesmal sprang der 28 Jahre alte Lokalmatador zweimal 99,5 Meter und sicherte im letzten von acht Durchgängen die Goldmedaille. 

Kombinierer holen Silber

Erneut Silber im Team hatten zuvor am Nachmittag die Kombinierer von Bundestrainer Hermann Weinbuch geholt. In der Besetzung Eric Frenzel,  Vinzenz Geiger, Terence Weber und Fabian Rießle waren nur die extrem laufstarken Norweger nicht zu bezwingen. "Wir wollten richtig um die Goldmedaille fighten, das haben wir nicht geschafft", resümierte Weinbuch, der den starken Rivalen aus Norwegen um Jarl Magnus Riiber explizit für die Leistung in der Loipe lobte.

Das deutsche Quartett, für das Weinbuch Olympiasieger Johannes Rydzek nicht nominierte, hatte zuvor überraschend stark auf der Schanze abgeschnitten und war sogar vor Norwegen in die Loipe gestartet. Doch schon Startläufer Weber wurde distanziert, der Zeitunterschied wurde fortan immer deutlicher. "Mit Silber sind wir sehr, sehr glücklich", sagte Rekordchampion Frenzel, der im Einzel am Freitag noch knapp eine Medaille verpasst hatte.

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