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In Norwegens Wintersport werden fast zwei Drittel der Angestellten entlassen, darunter viele Trainer. Beim deutschen Skiverband gibt es dagegen eine Jobgarantie.

Normalerweise würde Franz Steinle, der Präsident des Deutschen Skiverbandes, jetzt mit den Trainern der unterschiedlichen Sparten  in einer Klausur zusammensitzen: Rückblick auf den Winter, Planungen für die kommende Saison. Aber die Gebote der Stunde verlangen eine Videokonferenz. Darin kann Steinle seine Mitarbeiter erstmal beruhigen: "Uneingeschränkt kann ich eine Jobgarantie geben. Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen, hatten nur die Ausfälle in Ofterschwang und Schonach mit dem Finale der Nordischen Kombination," sagt Steinle. Und ergänzt: "Wir haben in den letzten Jahren gut gewirtschaftet und immer auch einen Risikofaktor einkalkuliert."

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Ausfälle von Wettbewerben sind versichert – je häufiger aber die Versicherungen zahlen müssen, umso teurer werden die Policen. In Norwegen waren zum Ende der Saison einige Wettbewerbe ausgefallen, der Hauptsponsor im Langlauf zog sich zurück. So entstand ein Defizit von umgerechnet jetzt schon rund zweieinhalb Millionen Euro, das noch wachsen könnte.

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Im  deutschen Wintersport hat der Trainingsbetrieb noch nicht wieder begonnen. Wenn demnächst aber die ersten Lehrgänge und auch die Arbeit für die Heimtrainer der Athleten eingeschränkt werden muss, schließt Steinle Kurzarbeit nicht aus. Für den kommenden Winter, wenn  beispielsweise in Titisee-Neustadt im Dezember schon ein Skisprung-Weltcup auf dem Programm steht, ist Steinle zuversichtlich. "Mit unseren Sponsoren haben wir langfristige Verträge bis ins Jahr 2022", sagt Steinle. "Im Skipool mit vielen kleinen Ausrüstern und Sponsoren gibt es zwar schon einige wenige Absagen, aber das stellt noch kein Problem dar." Davongekommen, gerade noch so: der Deutsche Skiverband. Der nächste Winter kommt bestimmt. Aber wie: das weiß auch dort niemand.

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