Skeleton-Vizeweltmeisterin Jacqueline Loelling. (Foto: imago images, IMAGO / Eibner)

Sondergenehmigung des DOSB

Jacqueline Lölling darf doch zu Olympia

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Trotz verpasster Qualifikation kann Skeleton-Vizeweltmeisterin Jacqueline Lölling aus dem Westerwald doch an den olympischen Winterspielen teilnehmen. Der DOSB hat sie nominiert.

Möglich geworden ist das durch einen Sonderantrag des Bob- und Schlittenverbands Deutschland beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Der Verband konnte dem DOSB schlüssig klar machen, dass Jacqueline Lölling zumindest zum Teil die Anforderungen erfüllt hat. Denn sie war zu Beginn der Saison verletzt, hatte dadurch also einen Nachteil. Außerdem sehe man bei ihr die klaren Chancen auf eine Medaille. Deswegen wurde sie zugelassen.

Lölling einzige Teilnehmerin aus Rheinland-Pfalz

Der DOSB kann Athletinnen und Athleten über die sportliche Qualifikation hinaus zu Olympia schicken, wenn die Erfolgschancen gut sind. Bei der 26-jährigen Skeleton-Fahrerin aus dem Westerwald Lölling ist das der Fall, heißt es vom DOSB. Damit ist Jacqueline Lölling die einzige Teilnehmerin aus Rheinland-Pfalz bei den Olympischen Winterspiele in Peking.

Sportliche Qualifikation verpasst

Zuletzt fuhr die 26-Jährige beim kombinierten Wettbewerb aus EM und Weltcup auf der Natureisbahn in St. Moritz als Zwölfte an den Top Acht vorbei und verpasste dadurch das Olympia-Ticket für die Winterspiele in China.

Lölling: "Einfach sehr bitter"

"Es ist schwierig, Worte dafür zu finden", sagte Lölling enttäuscht: "Es haben zu viele Sachen gefehlt heute, um ganz vorne mitzufahren. Jetzt gerade ist es einfach sehr bitter." Für Lölling, die sich erst durch ihre erste Podestplatzierung am vergangenen Wochenende beim Heim-Weltcup in Winterberg Hoffnungen auf ihre zweite Olympia-Teilnahme machen durfte, zerschlugen sich bereits nach einem völlig enttäuschenden ersten Lauf alle olympischen Träume. Mit mehr als eine Sekunde Rückstand ging sie als 15. in den zweiten Durchgang.

Niederländerin gewann

Weltmeisterin Tina Hermann (Königssee), die im Dezember die beiden Weltcups in Altenberg gewonnen hatte, verfehlte als Zehnte erneut das Podium, Nachwuchshoffnung Hannah Neise (Winterberg) sorgte beim ersten australischen Weltcupsieg von Jaclyn Narracott als Achte für das beste deutsche Resultat. Europameisterin und Gesamtweltcup-Siegerin wurde die Niederländerin Kimberley Bos.

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