Pita Taufatofua (Foto: Imago)

Wintersport | Olympia 2018 Der "Coconut Fighter" hat sich für Olympia qualifiziert

Pita Taufatofua ist im Südsee-Königreich Tonga aufgewachsen. Nun hat sich der 34-Jährige, der im badischen Pfullendorf trainiert, seinen großen Traum erfüllt: Er fährt als Langläufer zu den Olympischen Winterspielen in Südkorea.

Pita Taufatofua wird in Pyeongchang starten – und das nur zwei Jahre, nachdem er an den Sommerspielen in Rio als Taekwando-Kämpfer antrat. Damals gingen die Bilder des Tongaers um die Welt. Und zwar nicht wegen seiner sportlichen Leistungen, denn für Taufatofua setzte es eine Erstrunden-Niederlage gegen den iranischen Favoriten Sajjad Mardani.

Dauer

Aber Taufatofua war trotzdem in aller Munde - und zwar wegen seines Auftritts bei der Eröffnungsfeier. Nur mit Flip-Flops und Baströckchen bekleidet, betrat er damals als Fahnenträger seines Landes das Maracana-Stadion in Rio. Austrainierte 100 Kilogramm, 1,92 Meter groß, ein Millionen-Dollar-Lächeln und von oben bis unten eingeölt. Twitter, Facebook und die Boulevard-Presse waren begeistert...

Dauer

Die "Ein-Mann-Nationalmannschaft" Tongas

Jetzt steht Olympia für Taufatofua erneut vor der Tür. In Pyeongchang wird er Tonga im Ski-Langlauf vertreten. Trainiert hat er dafür im Schwarzwald - als "Ein-Mann-Nationalmannschaft" Tongas. Und die Olympia-Norm hat er in Island geknackt.

In der verbleibenden Zeit wird er nun in Pfullendorf und in Seefeld/Österreich hart trainieren, um dann in Südkorea erneut eine gute Figur abzugeben. Eines dürfte jedenfalls sicher sein: wie in Rio wird wohl die ganze Welt auf den Modellathleten mit dem gewinnenden Lächeln schauen.

STAND