Sandra Ringwald (l.) und Stefanie Böhler. (Foto: Imago, Imago)

Wintersport | Langlauf Ringwald und Böhler beenden ihre Karrieren

Umbruch bei den deutschen Skilangläuferinnen: Sandra Ringwald (Schonach) und Stefanie Böhler (Ibach) haben ihre Karrieren beendet. Dies teilte der Deutsche Skiverband (DSV) am Freitag mit.

Zudem hört auch Elisabeth Schicho (Schliersee) auf mit dem professionellen Langlauf. Andreas Schlütter, Sportlicher Leiter Skilanglauf beim DSV, hofft, dass alle drei "der Langlauffamilie treu bleiben. Es wäre ein großer Gewinn, wenn alle ihre Leidenschaft auf dem ein oder anderen Weg auch an folgende Generationen weitergeben würden."

"Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen"

Ringwald, die zuletzt bei der Nordischen WM in Seefeld mit der Staffel Vierte geworden war, schrieb auf ihrer Facebookseite, es sei an der "Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen". Die 28-Jährige betonte: "Seit ich laufen kann, war ich auf Langlaufski unterwegs, und mir geht so oft ein Schmunzeln über die Lippen, wenn ich an all die Geschichten denke, die ich durch den Sport erleben durfte."

"Deutschlands beste Sprinterin"

Schlütter bezeichnete Ringwald als "Deutschlands beste Sprinterin" und meinte: "Dass sie ihre Karriere nun beenden möchte, ist sehr schade. Sie hinterlässt in jedem Fall ein Loch, sportlich wie persönlich." Böhler hatte 2006 olympisches Silber und 2014 Bronze sowie 2007 WM-Silber jeweils mit der Mannschaft gewonnen. Die 38-Jährige hatte schon vor dem Saisonstart angekündigt, dass sie sich nach dem Winter vom Leistungssport zurückziehen werde. Ihr letztes Ziel war die Teilnahme an der WM - aufgrund eines Wildunfalls im Herbst 2018, bei dem sie ein Schleudertrauma erlitt, konnte Böhler aber nicht mehr an den Start gehen.

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