DSV Einkleidung 2019 (Foto: SWR)

Wintersport | DSV Einkleidung "Dreckanfällig aber schön" - das neue Outfit der Wintersportler

Alle Jahre wieder gibt es für Deutschlands Top-Wintersportler eine neue Ausrüstung. Ein Tag mit Klassenfest-Stimmung, Gewusel und einem Koffer voller, meist toller Dinge.

Es ist wie immer ein Gewusel, wenn Skispringer, Nordische Kombinierer, Ski Crosser und all die anderen deutschen Topathleten zu diesem alljährlichen Termin zusammen kommen. In diesem Jahr im schwäbischen Laupheim. "DSV-Einkleidung" heißt diese Veranstaltung ganz trocken. Ein Tag, der auch etwas von Weihnachten hat. Die "Wunschzettel" werden vorher ausgefüllt und mitgebracht. Als erstes gibt es dann - je nach Sponsor - Koffer oder Tasche, und los geht es mit dem Einpacken! Je nach Sportart unterscheiden sich Kleidung, Sponsor und Design. Skispringer Markus Eisenbichler war vor allem auf die "Skihose in curry" gespannt: "Als ich gelesen habe 'curry' in Kombination mit 'silber-grau', hab ich es mir schlimmer vorgestellt", sagt der Zweite der letzten Vierschanzentournee, schaut an sich herunter und hat sein Urteil gefällt: "Ich finds echt schee", sagt er zufrieden, grinst und schiebt noch einen Halbsatz hinterher: "A bisserl dreckanfällig ist es halt, aber muss man halt waschen".

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Kein selbstverständlicher Tag für Simon Schempp

Auch für die Biathleten gibt es die silber-graue Winterjacke. Statt roter Basecap wie Eisenbichler trägt Simon Schempp eine blaue Strickmütze. Und vor allem: Simon Schempp strahlt: "Momentan fühle ich mich echt ganz gut", untermauert der Uhinger seinen Gesichtsausdruck. Und das ist nicht selbstverständlich. Im Frühjahr hatte der viermalige Biathlon-Weltmeister die Saison vorzeitig beendet und seine Starts bei der WM überraschend und kurzfristig abgesagt. Gesundheitliche Probleme und anhaltende Formschwäche zwangen ihn zu dieser Entscheidung. Und zu wochenlanger Erholung. Als "dringend notwendig" hat Biathlon-Bundestrainer Mark Kirchner die Pause vor Kurzem bezeichnet. Trainer und Athlet sehen sich bestätigt. Bei den deutschen Meisterschaften auf Skirollern hat er sich unter anderem einen Platz für den Saisonstart Ende November in Schweden gesichert. "Ich hoffe natürlich, dass ich an alte, gezeigte Leistungen anknüpfen kann", sagt der Massenstart-Weltmeister von 2017 und klingt wieder selbstbewusst. Das macht an diesem Tag der neuen Kleider Lust auf Schnee - und Hoffnung auf neue Erfolge.

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