Ski Nordisch | WM Medaillenchancen bei der nordischen Ski-WM

Ski Nordisch | WM Medaillenchancen bei der nordischen Ski-WM

Sie ist die Titelverteidigerin und Olympiasiegerin von 2014, bei Großereignissen ist Carina Vogt in Topform. In diesem Winter läuft es noch nicht ganz so rund für die Schwäbisch Gmünderin, ein zweiter und ein dritter Rang sind die besten Weltcupplatzierungen. Unter den besten zehn ist sie konstant zu finden (Gesamtweltcupplatz fünf), deshalb hat sie einen Platz im Teamwettbewerb sicher. In diesem Wettbewerb, der erstmals bei dieser WM auch bei den Damen ausgetragen wird, ist das deutsche Quartett haushoher Favorit. (Foto: Imago, imago/Pacific Press Agency)
Carina Vogt ist die Titelverteidigerin und bei Großereignissen fast immer in Topform. In diesem Winter läuft es noch nicht ganz rund für die Schwäbisch Gmünderin, ein zweiter und ein dritter Rang sind die besten Weltcup-Platzierungen. Unter den besten Zehn ist sie konstant zu finden, deshalb hat sie einen Platz im Teamwettbewerb sicher. In diesem Wettbewerb, der erstmals bei dieser WM auch bei den Damen ausgetragen wird, ist das deutsche Quartett haushoher Favorit. Medaillen-Chance: sehr gut Imago imago/Pacific Press Agency
Im Teamwettbewerb hat auch Ramona Straub aus Langenordnach (bei Titisee-Neustadt) gute Chancen auf eine Medaille. Straub springt so gut wie noch nie in ihrer Karriere, in Lillehammer landete sie mit dem zweiten Platz erstmals auf einem Weltcup-Podest. Es folgten weitere vordere Plätze, im Gesamtweltcup ist die 25-Jährige auf dem zwölften Rang. Medaillen-Chance: gut Imago imago/CEPix
Anna Rupprecht ist mit ihren 22 Jahren die Jüngste im Aufgebot der Skispringerinnen. Für sie sind es die ersten Weltmeisterschaften, "Wenn ich in Seefeld im Wettkampf zwei gute Sprünge mache, ist die WM für mich gelungen", sagte sie im Vorfeld. Da mit Katharina Althaus und Juliane Seyfarth zwei weitere Podest-Springerinnen zum Team gehören, wird Rupprecht auch nicht im Mannschaftswettbewerb antreten. Ihr bestes Saison-Ergebnis ist der zehnten Platz von Rasnov (Rumänien). Medaillen-Chance: gering Imago imago/Nordphoto
Der Freiburger Fabian Rießle steht symbolisch für die Saison der deutschen Kombinierer: Auf der Schanze inkonstant, im Langlauf top. Sollte Rießles Abstand nach dem Springen nicht allzu groß sein, hat er in der Loipe alle Chancen, nach einer Medaille zu greifen. Den einzigen Teamwettbewerb zu Beginn der Saison gewannen die DSV-Athleten. 2017 gewann Rießle mit dem Team Gold, zu einer WM-Einzelmedaille reichte es für den aktuellen Weltcup-Achten noch nicht. Medaillen-Chancen: sehr gut Imago imago/Arvid Müller
Für Manuel Faißt gilt es, sich in den Einzelwettbewerben für den Teamwettbewerb zu empfehlen. Im Gesamtweltcup ist er vor der WM als vierter Deutscher auf dem zehnten Platz positioniert, einen Rang vor Eric Frenzel, dem Dominator der letzten Jahre. Faißt, dessen beste Saison-Platzierung der fünften Rang zum Auftakt ist, hat seine Stärken auf der Schanze. Ihm könnte die leichtere Langlaufstrecke in der Seefeld-Arena entgegenkommen. Medaillen-Chancen: mittelmäßig Imago imago/Eibner Europa
Im Weltcup gab es für Florian Notz zuletzt unterschiedliche Ergebnisse, weswegen ist seine WM-Form schwer einzuschätzen. Zum Jahreswechsel zeigte sich Notz mit der fünftbesten Zeit beim Abschlussrennen der Tour de Ski auf die Alpe Cermis in starker Verfassung. In der Weltcup-Gesamtwertung ist Notz mit Platz 34 bester Deutscher. Für eine WM-Medaille wird es sehr schwierig, in den Distanzrennen kann er an den Top 15 kratzen. Medaillen-Chance: gering Imago imago/Nordphoto
Der 21-Jährige Jannosch Brugger aus dem Schwarzwald verbuchte vergangenen Dezember in Lillehammer einen Achtungserfolg: Im Verfolgungsrennen über 15km holte er sich die Tagesbestzeit und damit seinen ersten Weltcupsieg. In Seefeld wäre eine Top-Ten-Platzierung ein Erfolg. Mit dem 50. Tabellenplatz ist Brugger in der Weltcup-Gesamtwertung drittbester Deutscher. Vor allem im Hinblick auf die Heim-WM 2021 in Oberstorf darf er Erfahrung bei einem Großereignis sammeln. Medaillen-Chance: gering Imago imago/GEPA pictures
Die Weltcup-Saison war für Andreas Katz vom SV Baiersbronn ein ständiges Auf und Ab. Einen Platz im oberen Tabellendrittel erlief sich Katz im Distanzrennen über 15km: Als 19. war er in Cogne (Italien) bestplatzierter Deutscher. In der Weltcup-Gesamtwertung liegt der 31-Jährige auf dem 82. Tabellenplatz. Er kämpft in den Einzelrennen vor allem um einen Platz in der Staffel. Außerdem kann mit seiner Erfahrung die jungen Athleten unterstützen. Medaillen-Chance: sehr gering Imago imago/Sven Simon
Sandra Ringwald schaffte es kurz vor der WM erstmals auf ein Weltcup-Podest. Die Sprint-Spezialistin musste sich am vergangenen Wochenende in Cogne im Finale erst auf der Zielgerade geschlagen geben. Langlauf-Bundestrainer Peter Schlickenrieder sagte Sportschau.de, dass ein Ergebnis unter den besten acht schon als Erfolg bei der WM verbucht werden kann. Gegen die starke Konkurrenz sind Podestplätze nahezu ausgeschlossen für die deutschen Starterinnen. Medaillen-Chance: gering Imago imago/GEPA pictures
Auch Pia Fink erreichte in Cogne mit dem 12. Platz über die zehn Kilometer klassisch ihr bestes Saisonergebnis. Für die 23-jährige Fink aus Bremelau (Landkreis Reutlingen) ist es die erste WM, dem DSV sagte sie: "Ich mag Seefeld; die Strecken kommen mir entgegen. Ich bin gespannt, wie sehr sich die WM von der U23-WM abhebt und was mich erwartet." Medaillen-Chance: sehr gering Imago imago/Sven Simon

Am Mittwoch beginnen die Weltmeisterschaften der nordischen Skisportler. Im österreichischen Seelfeld kämpfen auch zehn Athleten aus dem Südwesten um Plätze auf dem Podest.

Große Titelchancen werden den deutschen im Vorfeld der WM vor allem in den teamwettbewerben vorhergesagt. Im Mannschaftswettbewerb der Skispringerinnen und der nordischen Kombinierer werden jeweils auch Athelten aus dem Südwesten die deutschen Fahnen hochhalten. Aber auch in den Einzelwettbewerben gibt es durchaus berechtigte Hoffnungen, das Edelmetall nach Baden-Württemberg geht. Bei den Langläufern werden eher langfristige Ziele angepeilt.

STAND