Jacqueline Lölling (Foto: Imago, Ed Gar)

Olympia 2018 | Jacqueline Lölling Kopfüber zum Erfolg

Jacqueline Lölling stürzt sich mit bis zu 145 Kilometern pro Stunde kopfüber die Eiskanäle dieser Welt herunter – und ist darin eine der besten ihres Fachs. Bei Olympia will die Skeletonpilotin nun Gold.

"Ich komme nicht so gut klar mit Nervosität und Druck", sagt die Skeletonpilotin aus Brachbach, die am heutigen Dienstag ihren 23. Geburtstag feiert. Und dennoch hält sie dem Druck immer wieder Stand. Welt- und Europameisterin wurde sie bereits 2017. In diesem Jahr hat Jacqueline Lölling den Gesamtweltcup gewonnen. Sie ist die Topfavoritin auf Olympisches Gold in Pyeongchang.

Schon 2012 stand Lölling bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Innsbruck ganz oben. Sie fahre "mit Medaillen-Zielen nach Korea", denn schließlich wisse sie auch, was sie kann. Das wissen auch ihre Fans aus Brachbach, die "Jacka" sogar ein eigenes Lied gedichtet haben. "Man braucht schon ein bisschen Glück, um ganz vorne zu landen aber prinzipiell traue ich ihr das zu", sagt Bundestrainer Jens Müller.

Dauer

Vier olympische Läufe stehen zwischen Lölling und ihrem großen Traum von Gold. Dann muss alles stimmen. Dafür hat die 23-Jährige mit ihren Trainern in den vergangenen Wochen sehr viel investiert. "Wir gehen in allen Bereichen bis ans Limit", sagt sie über das Training und die Tests am Schlitten.

Nach ihrem Weltmeistertitel wurde Jacqueline Lölling zuhause euphorisch empfangen. Wie eine Prinzessin habe sie sich damals gefühlt. Sollte sie in Korea Olmypiasiegerin werden, dürfte sie wohl zur Königin aufsteigen. Nervosität und Druck wird die Topfavoritin auch in Korea spüren. Ob sie wieder einmal dagegen halten kann wird sich am 16. und 17. Februar zeigen, wenn sich die 23-Jährige kopfüber in das Olympia-Abenteuer stürzen wird.

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