Die Volleyballspieler Vojin Cacic und Daniel Muniz vom VfB Friedrichshafen im Einsatz.  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Volleyball | Bundesliga

So ist die Corona-Lage beim VfB Friedrichshafen

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Der VfB Friedrichshafen hält es für sinnvoll, dass die Hauptrunde der Bundesliga abgebrochen wurde. Die Corona-Lage im Klub entspannt sich unterdessen vor dem Champions-League-Spiel gegen den polnischen Meister Jastrzebski Wegiel.

Kein Spieler ist mehr in Quarantäne, hieß es am Mittwoch (12.01.) von der Presseabteilung des VfB Friedrichshafen. Damit ist die Corona-Lage beim Bundesliga-Rekordmeister deutlich entspannter, als sie noch am Dienstag vergangener Woche war. Da hätten die Volleyballer eigentlich zum Spiel gegen die Helios Grizzlys Giesen antreten sollen. Dann stellte sich heraus, dass sich bei den Friedrichshafenern drei Spieler und ein Trainer mit Corona infiziert hatten. Das Spiel fand nicht statt.

Die Corona-Lage beim VfB Friedrichshafen entspannt sich

Alle Teammitglieder begaben sich in Quarantäne. "Wir konnten so verhindern, dass sich das Virus weiter ausbreitet. Außerdem kommt uns zugute, dass fast 100 Prozent des Teams seit spätestens Dezember geboostert sind, sodass auch der Krankheitsverlauf der Infizierten weitestgehend mild verlief", sagte VfB-Geschäftsführer Thilo Späth-Westerholt.

Alle negativ getesteten Spieler, die geboostert sind, durften ohne weitere Testung die Quarantäne verlassen. Weitere Tests am Mittwochmorgen ergaben dann für die zuvor positiv getesteten negative Ergebnisse. Somit durften auch sie die Quarantäne verlassen. So sieht es die aktuelle Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg vor.

Volleyball-Bundesliga: Abbruch der Hauptrunde

Friedrichshafen ist nicht der einzige Verein in der Volleyball-Bundesliga, der mit Corona-Fällen umgehen musste. Und die Partie zwischen Friedrichshafen und Giesen war auch nicht die einzige, die wegen Corona ausgefallen ist. Deshalb hat sich die Volleyball-Bundesliga (VBL), die aus neun Klubs besteht, darauf verständigt, die Hauptrunde mit sofortiger Wirkung abzubrechen und bis zum Start der Zwischenrunde am 22. Januar eine Pause einzulegen. Die Geschäftsführung der VBL teilte mit, "dass es keine realistische Möglichkeit gab, die große Anzahl an Nachholspielen bis zum planmäßigen Start der Zwischenrunde zu absolvieren."

Der VfB über Hauptrunden-Abbruch: "Vermutlich beste Entscheidung"

Für die Friedrichshafener bedeutet das, dass die vier noch ausstehenden Spiele nicht mehr stattfinden. Sie gehen als Tabellenvierter in die Zwischenrunde. Dort treten sie in der Gruppe A (Plätze 1 bis 4) gegen die BR Volleys, die United Volleys Frankfurt und die SWD powervolleys Düren an. Die Teams einer Gruppe spielen im Modus Jeder-gegen-Jeden ein Hin- und ein Rückspiel und nehmen je nach Platzierung in der Hauptrunde neun, sechs, drei beziehungsweise null Punkte mit in die Zwischenrunde.

Der gemeinsame Beschluss, die Hauptrunde abzubrechen, hält der Klub aus Friedrichshafen für "die vermutlich beste Entscheidung". Zumal aufgrund der aktuellen Corona-Lage nicht klar sei, wie die vier ausstehenden Spiele noch hätten gespielt werden können. Trotz der null Punkte, die der VfB in die Zwischenrunde mitnimmt, sei noch alles möglich, die Konstellation zu drehen.

VfB mit schwerem Spiel in der Champions League

Der Abbruch der Hauptrunde bedeutet allerdings nicht, dass sich die Friedrichshafener jetzt ausruhen können. Am Donnerstag spielen sie in der Volleyball Champions League gegen den polnischen Meister Jastrzebski Wegiel. Die Partie in der Arena in Neu-Ulm beginnt um 20 Uhr und findet coronabedingt vor leeren Rängen statt.

Auch wenn kein Spieler mehr in Quarantäne ist, ist noch nicht klar, ob alle auflaufen können. Die drei Profis, die positiv getestet worden waren, durchlaufen zuvor sportmedizinische Untersuchungen. Dabei wird unter anderem die Lungenfunktion geprüft. Keine einfache Situation: Schließlich hatte der VfB seit dem 19. Dezember kein Pflichtspiel mehr. "Die Jungs werden aber sicher motiviert sein, allein schon deswegen, weil sie wieder raus dürfen", sagt Cheftrainer Mark Lebedew. "Und wer weiß, was diese Situation alles bewirken kann."

Mark Lebedew, Cheftrainer des Volleyball-Bundesligisten VfB Friedrichshafen  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
Die anstehende Champions-League-Partie ist für Cheftrainer Mark Lebedew eine besondere: Er trifft auf seinen ehemaligen Klub. Picture Alliance

Besondere Partie für VfB-Trainer Lebedew

Für ihn ist es das 500. Spiel als Profitrainer und auch aus einem anderen Grund ein besonderes: Zwei Mal war der Australier schon beim polnischen Meister unter Vertrag. Einmal als Co-Trainer und nach seiner Zeit bei den BR Volleys als Cheftrainer. "Natürlich ist Jastrzebski nicht meine Heimat, aber es fühlt sich so an", erzählt Lebedew, der nur ein paar Kilometer von der polnischen Stadt mit Frau und Sohn lebt. "Ich habe eine besondere Beziehung zu diesem Team." Jastrzebski Wegiel hat in der Champions League die ersten beiden Spiele gewonnen und führt die Tabelle in Pool A souverän an. Friedrichshafens Auftaktpartien gingen hingegen verloren.

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