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Mit einer kreativen Maßnahme können Volleyball-Fans in Deutschland ihre Vereine in Zeiten der Corona-Krise finanziell unterstützen. Nach dem vorzeitigen Saisonende der Volleyball-Bundesligen haben viele Klubs, unter anderem der VfB Friedrichshafen, sogenannte "Geistertickets" eingeführt.

Am vergangenen Donnerstag hat die Volleyball-Bundesliga beschlossen, die Saison vorzeitig zu beenden. Die wirtschaftlichen Folgen sind aufgrund der noch nie dagewesenen Situation zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar. "Zunächst müssen wir schauen, wie groß der Schaden tatsächlich ist", so VfB-Geschäftsführer Guido Heerstraß. "Im Anschluss daran müssen wir mit aller Kraft daran arbeiten, die Auswirkungen der Krise möglichst gering zu halten." Die Fans können den Vereinen dabei unter die Arme greifen: Zuschauer, die bereits eine Eintrittskarte für ein Spiel gekauft haben, können auf die Rückerstattung verzichten und den Klubs so in den auch wirtschaftlich ungewissen Zeiten helfen. "Wir finden diese Idee sehr gut und freuen uns, dass so viele Zuschauer bereit sind uns zu helfen", sagte Guido Heerstraß, Geschäftsführer von Rekordpokalsieger VfB Friedrichshafen.

Auch sportliche Folgen "noch nicht absehbar"

Wie es nach dem abrupten Ende in der kommenden Spielzeit sportlich weitergeht, steht noch nicht fest. Über die finale Wertung der Tabelle in der Männer-Bundesliga und die daraus resultierende Vergabe der Startplätze in den europäischen Pokal-Wettbewerben soll eine Regelung entscheiden, die zur Zeit gemeinsam mit dem Deutschen Volleyball-Verband (DVV) erarbeitet wird. "Das ist natürlich für alle Beteiligten keine einfache Lage", so Heerstraß: "Die Folgen, die daraus entstehen, können wir heute noch nicht absehen." Würde die Tabelle nach dem jetzigem Stand herangezogen, lägen die Häfler auf dem dritten Platz und hätten damit erstmals in der Vereinsgeschichte den Einzug in die Champions League verpasst.

Auch bei den Frauen kam es zum sofortigen Saison-Aus. Trotz der großen Ungewissheit findet MTV Stuttgarts Sportdirektorin Kim Renkema, dass es "die richtige Entscheidung" war. Der Einnahmeverlust ohne Play-Offs ist bei den Frauen allerdings nicht ganz so hoch wie bei den Männern, die einen größeren Zuschauerschnitt haben.

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