Der VfB Friedrichshafen (blau-graue Trikots) musste bei den Berlin Volleys ran (Foto: Imago, Conny Kurth)

Volleyball | Bundesliga Ausgleich: VfB Friedrichshafen unterliegt den BR Volleys

Die Entscheidung ist vertagt: Der VfB Friedrichshafen unterlag bei den BR Volleys mit 1:3 (26:28, 21:25, 25:15, 21:25). Nun steht es in der Finalserie "Best of five" 2:2.

Damit kommt es zum entscheidenden fünften Spiel. Dieses findet am Sonntag (14:30 Uhr) in Friedrichshafen statt.

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Zwei Teams - eine Klasse für sich

Die beiden Topteams der Liga machen bereits zum siebten Mal in Folge den Meister im Finale unter sich aus, das bessere Ende hatten dabei meist die Berliner: Nur in der Saison 2014/15 konnte sich Friedrichshafen durchsetzen.

Krimi im ersten Satz

Vor 8.553 Zuschauern in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle lieferten die BR Volleys, angeführt von Zuspieler Sergej Grankin, ihre bisher beste Leistung in der spannenden Finalserie. Die Gastgeber profitierten anfangs vor allem von den druckvollen Angriffsaktionen des Franzosen Samuel Tuia. Ein Ass von Moritz Reichert bescherte dem Team zur Zweiten Technischen Auszeit erstmals einen Drei-Punkte-Vorsprung (16:13).

Der VfB schlug zurück, führte nach einem Block gegen Tuia wenig später mit 20:19. Nervenstark entschieden die BR Volleys aber den Satz in der Verlängerung für sich.

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Einmal auf Touren gekommen, ließen sich die Berliner im zweiten Durchgang auch durch drei fragwürdige Entscheidungen von Schiedsrichter Nils Weickert (Bingen) zugunsten der Gäste nicht aus dem Konzept bringen, zumal in dieser Phase Volleys-Angreifer Reichert für etliche Punkte sorgte.

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Auch von einem Tief im dritten Satz erholten sich die BR Volleys schnell wieder, obwohl auf der Diagonalposition sowohl Benjamin Patch als auch der für ihn phasenweise zum Zuge kommende Kyle Russell keine große Hilfe darstellten. Der US-Amerikaner Patch verwandelte am Ende aber immerhin gleich den ersten Matchball.

Die Spieler des VfB Friedrichshafen waren nach dem vergeben Matchball enttäuscht. "Berlin hat sich teilweise in einen Rausch gespielt. Unsere Stärken kamen nur teilweise zur Geltung", bilanzierte Daniel Malescha: "Jetzt wollen wir am Sonntag in unserer Halle mit unserem Publikum zuschlagen und den Sack endlich zumachen."

Vital Heynen hofft auf den Heimvorteil

Ähnlich sah es Trainer Vital Heynen: "Wir haben nicht unser bestes Spiel gemacht. Es hat nicht alles perfekt funktioniert. Aber das ist eine Finalserie - wir wollen am Sonntag wieder besser sein", so der scheidende Coach der Häfler: "Die beiden besten deutschen Teams machen den Titel unter sich aus. Ich hoffe nun, dass wir den Heimvorteil nutzen."

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