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Die Stuttgarter Volleyballerinnen müssen im vierten Spiel der Finalserie um die deutsche Meisterschaft gegen den Dresdner SC auf Krystal Rivers verzichten. Die US-Amerikanerin hat gesundheitliche Probleme.

"Was genau sie hat, darüber möchte ich im Moment nichts sagen. Klar ist, dass sie nicht dabei sein wird", sagt Kim Renkema, Sportdirektorin von Allianz MTV Stuttgart vor dem vierten Duell gegen Dresden am Mittwoch in eigener Halle (18 Uhr). "Sie ist nicht zu ersetzen", so Renkema geknickt. Die Stuttgarterinnen führen in der Best-of-Five-Serie gegen den Dresdner SC mit 2:1 und würden mit einem Sieg im nächsten Spiel den Meistertitel perfekt machen.

Zuverlässigkeit in Person

Die US-Amerikanerin gehört zu den beeindruckendsten Spielerinnen, die die Volleyball-Bundesliga zu bieten hat. Die 26-jährige Diagonalangreiferin besticht vor allem durch ihre enorme Sprungkraft und durch harte, präzise Angriffsbälle, die sie teilweise sogar über die ausgestreckten Arme des gegnerischen Blocks schlägt. In der Finalserie war Rivers zusammen mit der Dresdnerin Maja Storck bisher die überragende Akteurin auf dem Feld. Im zweiten und dritten Spiel machte Rivers jeweils 38 Punkte und damit statistisch gesehen jeden dritten Punkt für ihr Team.

Lena Große Scharmann übernimmt

Für Rivers wird nun voraussichtlich Lena Große Scharmann in die Bresche springen. Die 22-jährige gebürtige Stuttgarterin kam in dieser Saison nur sporadisch zum Einsatz, und zwar immer dann, wenn Rivers eine kurze Verschnaufpause nahm oder angeschlagen fehlte. "Ihr fehlt natürlich ein bisschen der Spielrhythmus, weil sie zuletzt wenig gespielt hat", sagt Renkema. "Eigentlich ist sie zu gut, um auf der Bank zu sitzen, aber sie hat eben die beste Spielerin der Bundesliga vor sich. Lena hat einen starken Aufschlag und ist eine gute Blockerin", so die Stuttgarter Sportdirektorin über die Stärken der Rivers-Vertreterin.

Gemeinsam zum Erfolg

Nicht nur für Große Scharmann heißt es jetzt Verantwortung zu übernehmen, auch die anderen Angreiferinnen müssen nun viel mehr in Aktion treten als sie das bisher gewohnt waren. In den letzten beiden Finalspielen lief im Schnitt fast jeder zweite Angriff über Rivers. Zumindest an der richtigen Einstellung wird es nicht fehlen, versichert Stuttgarts Sportdirektorin Kim Renkema: "Die Mannschaft wird alles geben, um das Spiel zu gewinnen, auch für Krystal."

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