Der MTV Stuttgart verliert das 3. Finalspiel gegen Potsdam (Foto: imago images, Imago)

Volleyball | 3. Meisterschaftsfinale

Stuttgart patzt erneut - der MTV verliert Heimspiel gegen Potsdam

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Im dritten Finalspiel der "Best of Five-Serie" um die deutsche Volleyball-Meisterschaft unterlagen die Frauen von Allianz MTV Stuttgart dem SC Potsdam mit 2:3. Die erneute Heimniederlage setzt Stuttgart am Freitag in Potsdam unter Siegzwang.

Die Enttäuschung bei den Volleyballerinnen in den blauen Trikots war mit den Händen zu greifen. Erneut gelang es den Stuttgarterinnen nicht, den SC Potsdam zuhause zu schlagen. Der MTV unterlag mit 2:3 und ist nach Siegen mit 1:2 in Rückstand geraten. Am Freitag (20 Uhr) können die Potsdamerinnen mit einem weiteren Erfolg vor eigenem Publikum alles klar machen. Stuttgart ist zum Siegen verdammt, um die Chance auf den Titel zu wahren.

Die Angstgegnerinnen aus Potsdam

Zweimal hatten die Stuttgarterinnen in dieser Saison bereits glatt mit 0:3 gegen die Potsdamerinnen vor eigenem Publikum in der Scharrena verloren. Einmal in der Punktrunde, dann auch überraschend letzte Woche im ersten Finalspiel. Und diesmal? Startete Stuttgart im ersten Satz mit einer druckvollen Aufschlag-Serie zur schnellen 3:0-Führung. Ein Blockpunkt und zwei wuchtige Angriffsschläge von Top-Scorerin Krystal Rivers begeisterten das Publikum. Apropos: Die Atmosphäre war vom ersten Aufschlag an phantastisch. 2.251 Fans, zum ersten Mal in dieser Saison war die Heimspielstätte des MTV restlos ausverkauft.

Erschreckend schwacher erster Satz von Stuttgart

Alles gut? Von wegen. Der prima Start des MTV war schnell aufgezehrt, die Potsdamerinnen wühlten sich rein ins Spiel, gingen mit 8:6, 12:9 und 14:10 in Führung. Ein erster Durchgang, der für Stuttgart zunehmend zäh ablief. Vor allem Simone Lee, die zweite US-Amerikanerin neben Krystal Rivers, haderte mit ihren vielen vergebenen Angriffsbällen. Böse Erinnerungen an das erste Finalspiel in der Schwaben-Metropole wurden wach, während Potsdam den Vorsprung kontinuierlich über ihre Variabilität und gute Blockarbeit bis zum 19:12 ausbaute. Nach 20 Minuten verwandelten die fast fehlerfreien Gäste gleich den ersten von neun (!) Satzbällen zum deutlichen 25:15. Ernüchternd für erschreckend schwache Stuttgarterinnen.

Zweiter Durchgang mit Stuttgarter Übermacht

Zweiter Satz, neues Glück für den MTV? Zuerst nicht. Diesmal startete Potsdam mit einer 3:1-Führung. Gleich danach aber umgekehrtes Bild zum ersten Durchgang. Jetzt traf Stuttgart plötzlich alles. Das Team von Tore Aleksandersen hatte sich endlich auf das Spiel der Gäste eingestellt, gewann über 6:3, 13:6 und 16:8 zunehmend Selbstvertrauen und Sicherheit, agierte damit auch im Aufschlag aggressiver. Und auch Simone Lee fand in dieser Phase zurück zur gewohnten Effektivität bei ihren wuchtigen Angriffen. "Stuttgarts schönster Sport" war jetzt nicht mehr zu stoppen. Überdeutlich mit 25:14 schaffte der MTV den 1:1-Satzausgleich.

Stuttgart verpatzt den 3. Satz

Völlig ausgeglichen und spannend verlief zunächst der dritte Satz. 6:6, 8:8, 10:10, 12:12, 15:15, Potsdam ließ sich nicht abschütteln. Und plötzlich war wieder der Faden gerissen bei den Stuttgarterinnen. Potsdam schraubte das Ergebnis auf 20:15, gewann diesen dritten Durchgang mit 25:21. Die überraschende 2:1-Satzführung also für Stuttgarts "Angstgegnerinnen".

Hart umkämpfter Ausgleich zum 2:2

Der MTV unter Druck. Heiß umkämpft auch der vierte Durchgang, in dem sich Stuttgart dann aber doch auf 14:10 absetzen konnte. In einem intensiven Kraftakt brachte das MTV-Team über ein 22:22 den vierten Satz mit 25:22 ins Ziel. Satzausgleich zum 2:2 - der Tie-Break musste also entscheiden.

Enttäuschende Stuttgarterinnen im Tie-Break

Hier hatten die Stuttgarterinnen nichts mehr zuzusetzen. Potsdam dominierte den fünften Durchgang, gewann völlig verdient mit 15:9 und damit auch das Match mit 3:2. Die zweite Heimniederlage für den phasenweise erschreckend schwachen MTV in dieser Finalserie. Auch die Top-Stars Krystal Rivers und Simone Lee konnten diesmal keine entscheidenden Akzente im Angriffsspiel gegen bestens strukturierte Potsdamerinnen setzen.

Am Freitag muss Stuttgart also in Potsdam gewinnen, um ein fünftes Finalspiel am Sonntag vor eigenem Publikum zu erzwingen.

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