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Elisabeth Seitz hat bei der Turn-Europameisterschaft in Basel einen hervorragenden fünften Platz belegt. Die Stuttgarterin Kim Bui wurde Siebte. Die deutschen Männern landeten auf den hinteren Plätzen.

Die 27-jährige Eli Seitz aus Stuttgart sammelte am Freitag im Vierkampf 53,398 Punkte und steigerte sich damit im Vergleich zur Qualifikation zwei Tage zuvor um 0,566 Punkte. Sie war als 14. ins Finale eingezogen. Ihre Vereinskollegin Kim Bui erkämpfte mit 13,933 Punkten den sehr guten siebten Rang und verbesserte sich gegenüber die Qualifikation um acht Plätze.

Europameisterin wurde Wiktoria Listunowa aus Russland mit 56,731 Punkten vor ihrer Teamkollegin und Qualifikationssiegerin Angelina Melnikowa mit 55,432 Punkten. Platz drei sicherte sich die Britin Jessica Gadirova mit 55,100 Punkten.

Seitz und Bui im Gymnastikanzug

Zwei Tage nach ihrer Teamkollegin Sarah Voss waren Seitz und Bui im Mehrkampffinale in einem langen Gymnastikanzug angetreten. "Das ist eine Sorge weniger, dass, wenn mal irgendwie was verrutscht, jeder mehr sehen kann, als er sehen sollte", sagte die 27-jährige Seitz. "Wir sind davon überzeugt und wollen als Team ein Zeichen setzen", erklärte ihre 32 Jahre alte Athletensprecherin Bui.

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In der Mehrkampf-Qualifikation waren beide noch mit dem üblichen knappen, badeanzug-ähnlichen Dress an die Geräte gegangen. Im ungewohnten Outfit zeigten beide einen starken Vierkampf. Seitz startete im Stufenbarren mit 14,033 Punkten und bekam anschließend am Schwebebalken 12,933 Punkte. Es folgten 12,866 Punkte am Boden sowie 12,866 Punkte beim Sprung. Eine gute Generalprobe für das Barren-Finale am Samstag, in dem die Sportsoldatin eine heiße Medaillenanwärterin ist. Bui begann mit 11,766 Punkten am Balken. Danach holte sie am Boden 13,033 Punkte, beim Sprung 13,566 Punkte sowie 13,933 Punkte am Stufenbarren. Am Samstag tritt Kim Bui im Finale am Boden an.

Männer verpassen Spitzenplatz

Die deutschen Turner haben dagegen eine Spitzenplatzierung im Mehrkampf deutlich verpasst. Lukas Dauser aus Unterhaching musste am Freitag sowohl an seinem Spezialgerät Barren als auch am Reck vom Gerät und kam mit 78,065 Punkten auf den 17. Rang. Sein Vereinskollege Felix Remuta belegte nach einem Patzer am Pauschenpferd mit 75,015 Punkten den 22. Platz. Den Titel sicherte sich Mehrkampf-Weltmeister Nikita Nagorny mit 88,032 Punkten vor seinem russischen Landsmann David Beljawski mit 85,864 Punkten. Dritter wurde der Ukrainer Illia Kovtun mit 84,864 Punkten.

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