Weltklasse-Turnerin Simone Biles aus den USA (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Turnen | WM 2019 in Stuttgart Turnstar Simone Biles: "Triple-Double" wichtiger als WM-Medaillen

Rekordweltmeisterin Simone Biles kämpft bei den den Turn-Weltmeisterschaften in Stuttgart vom 4. bis 13. Oktober um die Anerkennung ihres selbst kreierten spektakulären Elements am Boden.

Ob sie den gehockten Doppelsalto mit drei Schrauben aber bereits in der Qualifikation oder erst in einem der Finals zeigen wird, ließ die Texanerin bei einer Pressekonferenz in Stuttgart noch offen.

Soll das aufsehenerregende Übungsteil künftig für immer ihren Namen im "Code de Pointage" tragen, muss es Biles nach den Regeln des Internationalen Turnverbandes auch bei der WM zeigen. Und das, sagte sie, sei ihr sogar noch wichtiger als Medaillen.

Biles widerlegt die Experten

"Ich haben den 'Triple-Double' schon vor zwei Jahren im Training probiert und damit gespielt", verriet sie. Bei den US-Meisterschaften in Kasas City hatte die 22 Jahre alte Olympiasiegerin den "Triple-Double" erstmals gezeigt. Viele Experten hatten zuvor geglaubt, dass eine Frau dieses Element niemals würde turnen können. "Ich fühle mich ziemlich sicher damit und ich bin aufgeregt, ihn hier zu zeigen", sagte die Top-Favoritin.

Baut Biles ihr Rekordkonto aus?

Auch am Balken wartet die vierfache Mehrkampfweltmeisterin mit neuen Höchstschwierigkeiten auf. Dort wird sie einen Doppelsalto mit zwei Schrauben als Abgang zeigen. "Den 'Double-Double' habe ich schon am Balken gemacht, als ich noch jünger war. Aber ich habe nie gedacht, dass ich den irgendwann einmal in einem Wettkampf turnen werde", sagte sie. Bereits 14 Mal ist Biles Weltmeisterin - er wäre keine Überraschung, wenn sie ihr Rekordkonto ausbauen könnte.

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