Lukas Dauser und Andreas Toba (Foto: Imago, imago)

Turnen | WM in Stuttgart Toba und Dauser vor Olympia-Qualifikation

Unabhängig von der Team-Qualifikation stehen die deutschen Vorzeige-Turner Andreas Toba und Lukas Dauser vor der Olympia-Teilnahme.

Sollte das DTB-Quintett das Ticket nach Tokio verpassen, wäre Toba aufgrund seiner starken Einzel-Leistung im Mehrkampf (82,781 Punkte), Dauser aller Voraussicht nach wegen seiner Top-Vorstellung am Barren (15,033) bei den Olympischen Spielen 2020 dabei. Das geht aus dem Reglement und den Qualifikationskriterien des Internationalen Turnerbundes FIG hervor.

FIG-Reglement spielt deutschen Turnern in die Karten

Diese besagen, dass die besten zwölf Mehrkämpfer der Qualifikation - so sie nicht den zwölf für Olympia qualifizierten Teams angehören - bei der WM in Stuttgart das individuelle Olympia-Startrecht erwerben. Allerdings nur jeweils ein Turner pro Nation. Das träfe auf Toba auf jeden Fall zu, weil sich fast alle vor ihm liegenden Turner mit ihren Mannschaften qualifizieren.

Darüber hinaus dürfen die drei besten Turner jedes Gerätefinals nach Tokio reisen. Mit der Einschränkung, dass nur maximal drei Turner einer Nation für die jeweiligen Geräte zugelassen sind und auch hier die mit dem Team qualifizierten Turner aus der Wertung herausfallen. Von dieser Regelung würde der 26 Jahre alte Dauser profitieren, falls an seinem Paradegerät Barren im Finale nicht drei Konkurrenten vor ihm liegen, die nicht mit ihrem Team bei Olympia sind.

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