Andreas Toba mit der Mannschaft (Foto: Imago, imago)

Turnen | WM in Stuttgart Turner Andreas Toba: "Ich wollte, dass die Halle bebt"

Die deutschen Turner schweben zwischen Hoffen und Bangen. Reicht der fünfte Platz vom Sonntag am Ende für die Olympia-Qualifikation? Die Turner um Andreas Toba sind soweit zufrieden - und schwärmen von der Stimmung.

"Das war Gänsehaut pur! So eine tolle Stimmung - das kann man kaum beschreiben." Die Augen von Geburtstagskind Andreas Toba glänzen, wenn er an den gestrigen Wettkampf denkt. "Die Stimmung ist einfach großartig und wir haben gemerkt, wir brauchen das Publikum. Das Publikum macht den Unterschied und ist der Kick gewesen, der uns über die Geräte hilft. Ich habe so viel rumgeschrien - ich bin froh, dass ich heute überhaupt noch eine Stimme habe", sagt Toba gegenüber SWR Sport. Auch Lukas Dauser ist begeistert: "Es war der absolute Hammer!"

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Und auch der deutsche Turn-Cheftrainer Andreas Hirsch hat seine Schützlinge trotz einiger "vermeidbarer Fehler" im Team-Wettkampf der Heim-WM in Stuttgart gelobt. "Es war ja nicht einfach, sondern eine besondere Prüfungssituation. Man weiß ja nicht, wie jeder damit klarkommt. Einer hat schon die ganze Woche Fischhände, kalte und nasse Hände", sagte der 61 Jahre alte Berliner in Anspielung auf die besondere Drucksituation, vor eigenem Publikum die bestmögliche Leistung abrufen zu müssen. "Aber wir haben als Team funktioniert."

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Auf die Frage, ob es womöglich leichter gewesen wäre, erst am zweiten Tag der Qualifikation an die Geräte zu gehen, meinte Hirsch: "Was, wäre, wenn - dann hätten wir vielleicht auch noch Fischfüße." Dass man als Fünfter des ersten Tages nun abwarten musste, was die anderen zwölf Mannschaften am zweiten Tag zustande brachten, behagte dem Bundestrainer nicht. "Jetzt sind wir in der passiven Rolle. Wir können nur der Dinge harren, die da kommen."

Um die Tickets für die Olympischen Spiele in Tokio 2020 zu buchen, musste das deutsche Quintett insgesamt unter den besten zwölf Mannschaften landen. Top-Turner Andreas Toba, der als Fünfter des ersten Tages zudem sicher das Mehrkampf-Finale am Freitag erreicht hat, hoffte inständig, dass es am Ende reicht. "Fehler passieren einfach, auch den anderen", sagte der Hannoveraner im DTB-Teamhotel.

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