Simone Biles. (Foto: Imago, imago)

Turnen | WM in Stuttgart Simone Biles bricht weiteren Rekord - Voss wird Siebte und Dauser stürzt

Die deutsche Mehrkampf-Meisterin Sarah Voss hat bei der Turn-WM in Stuttgart am Schwebebalken den siebten Platz belegt. Simone Biles triumphiert am letzten Tag gleich zwei Mal und Lukas Dauser landet nach Sturz auf Rang acht.

Dass ein erneuter Siegeszug von Simone Biles diese Welttitelkämpfe prägte, war keine Überraschung. Die Amerikanerin fügte ihren Titeln mit dem Team, im Mehrkampf und beim Sprung zwei weitere Goldmedaillen am Schwebebalken und am Boden hinzu. Lediglich am Stufenbarren war die Mehrkampf-Olympiasiegerin nicht vorne, insgesamt stehen jetzt 19 WM-Titel auf ihrer Habenseite. Mit nunmehr 25 WM-Medaillen überbot die 22-Jährige die bisherige Bestmarke des Weißrussen Witali Scherbo, der zwischen 1991 und 1996 23 WM-Plaketten erturnt hatte.

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Sarah Voss aus Köln hatte im Endkampf am Schwebebalken einige Wackler und wurde mit 13,266 Punkten Siebte. "Ich bin ja noch ein No-Name bei Weltmeisterschaften. Deshalb habe ich mich schon gefreut, nicht vom Balken gefallen zu sein. Die ganze WM ist für mich nur positiv gelaufen", sagte die 19-Jährige Voss nach dem Wettkampf.

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Lukas Dauser aus Unterhaching hat bei den Kunstturn-Weltmeisterschaften in Stuttgart am Barren nach einem Sturz den achten Platz belegt. Der Sieg ging an Joe Fraser aus Großbritannien vor dem Türken Ahmet Onder und Kazuma Kaya aus Japan. "Ich bin enttäuscht und sauer", so Dauser gegenüber SWR Sport direkt nach dem Wettkampf. Beim Makuts verlor Dauser das Gleichgewicht und musste das Gerät vorzeitig verlassen. Die frustrierte Trotzreaktion: "Jetzt esse ich erstmal ein Stück Schokolade und trinke ein Bier." Vor und nach dem Patzer turnte der Wahl-Berliner auf Medaillenkurs, am Ende stand der bittere achte Platz. Dauser hatte in der Qualifikation den Bestwert geturnt und damit seine Konkurrenten ziemlich überrascht.

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Während der Sportsoldat nach seiner riesigen Enttäuschung von allen Seiten Trost und Zuspruch erfuhr, kassierten die WM-Organisatoren seitens des Turn-Weltverbandes FIG höchstes Lob. "Noch nie haben wir solch hervorragende Titelkämpfe gesehen", sagte FIG-Präsident Morinari Watanabe voller Anerkennung. Insgesamt wurden in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle 102.000 Besucher gezählt, unter ihnen am Schlusstag auch IOC-Präsident Thomas Bach. Eine vierte WM-Bewerbung nach 1989, 2007 und 2019 wird beim Deutschen Turner-Bund (DTB) bereits erwogen. Sie ist allerdings abhängig von einer neuen Austragungsstätte in der schwäbischen Metropole.

REDAKTION
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