Elisabeth Seitz (Foto: Imago, imago)

Turnen | WM in Stuttgart Seitz verpasst nach Abstieg Medaille am Stufenbarren bei Heim-WM

Die deutsche Top-Turnerin Elisabeth Seitz hat bei den Heim-Weltmeisterschaften in Stuttgart eine Medaille verpasst. Nick Klessing aus Halle belegt an den Ringen den achten Platz.

Die 25-Jährige riskierte am Samstag im Gerätefinale am Stufenbarren alles, musste aber bei einer Verbindung vom oberen zum unteren Holm an ihrem Lieblingsgerät absteigen und bekam als Achte nur 13,566 Punkte. Damit reichte es für die Stuttgarterin, die im Mehrkampf-Finale Sechste geworden war, nach Barren-Bronze bei der WM 2018 in Doha nicht zum zweiten WM-Edelmetall. Weltmeisterin wurde die Belgierin Nina Derwael (15,233 Punkte) vor der Britin Rebecca Downie (15,000) und der erst 16-jährigen amerikanischen Turnerin Sunisa Lee (14,800).

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"Selbstverständlich bin ich nicht zufrieden darüber, dass ich einen Sturz hatte. Letztendlich musste ich volles Risiko eingehen, wollte die Verbindungen turnen, weil ich wusste, in diesem Finale am Stufenbarren, wo hier mit Ausgangswerten und Schwierigkeitswerten um sich geschmissen wird, muss man alles riskieren. Und jedes Risiko kann auch mal schief gehen", so Elisabeth Seitz gegenüber SWR Sport nach dem Wettkampf.

Es sei zwar enttäuschend, die tolle Heim-WM wolle sie sich dadurch aber nicht kaputt machen. "Ich bin trotzdem eine Weltklasse-Athletin und unter den besten Turnerinnen der Welt im Mehrkampf und am Stufenbarren. Darüber darf man einfach nicht enttäuscht sein."

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Nick Klessing zeigte im Ringe-Finale eine gute Leistung, brachte seine Übung gut durch, musste aber einen kleinen Schritt nach seinem dreifachen Salto als Abgang machen. Der 21 Jahre alte Hallenser belegte am Ende mit 14,166 Punkten wie Seitz Rang acht. Den ersten WM-Titel für die Türkei erturnte sich Ibrahim Colak, der vor Marco Lodadio (Italien) und dem Franzosen Samir Ait Said siegte.

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REDAKTION
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