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Ihre größten Erfolge waren 2017 der Gewinn des Gesamtweltcups und die Bronzemedaille am Schwebebalken bei den Weltmeisterschaften in Montreal. Jetzt beendet die Ludwigsburgerin Tabea Alt ihre Karriere als Leistungssportlerin.

Einmal in einem DTM- oder Formel 1-Boliden mitfahren oder einen Fallschirmsprung zu machen - diese Wünsche hat Tabea Alt einmal in einem Interview geäußert. Die Zeit dazu hat die mittlerweile 21-Jährige demnächst dafür. Nach einigen, auch hartnäckigen Verletzungen hat die Ludwigsburgerin entschieden, ihre aktive Karriere zu beenden.

"Unfassbar schwere Zeiten"

"Es waren unfassbar schwere Zeiten, gerade die letzten Monate waren sehr kräftezehrend. Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber es ist richtig und vernünftig", erklärt Alt in der ARD Sportschau. Sie habe sehr viele Gespräche geführt und einen tollen Rückhalt von Familie und Freunden gespürt. Nach dem monatelangen ständigen Abwägen habe sie entschieden, ihre Karriere aus gesundheitlichen Gründen zu beenden. "Jetzt freue ich mich auf das, was noch kommt", blickt sie nach vorne statt zurück auf ihre aktive Karriere.

Klassischer Weg in die internationale Spitze

Im Alter von fünf Jahren begann Tabea Alt bei ihrem Heimatverein MTV Ludwigsburg mit dem Turnen, wechselte 2008 ins Kunst-Turn-Forum des Schwäbischen Turnerbundes nach Stuttgart. Dort war sie dann ab 2012 auch Mitglied der Bundesligamannschaft des MTV Stuttgart und feierte zahlreiche deutsche Meistertitel. Silber gab es dann 2016 bei den nationalen Meisterschaften im Sprung. Belohnt wurden die guten Leistungen mit der Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio. Hier erreichte Alt mit der Mannschaft einen sechsten Platz, in den Einzelwettbewerben am Stufenbarren und Schwebebalken reichte es nicht für einen Platz im Finale.

Erfolgreichstes Jahr 2017

2017 sollte dann das erfolgreichste Jahr werden. Mit Siegen beim DTB-Pokal in Stuttgart und beim World Cup in London gewann Alt 2017 den Gesamtweltcup im Mehrkampf. Eine WM-Medaille folgte dann im gleichen Jahr in Montreal am Schwebebalken. Beim Sieg der Teamkollegin Pauline Schäfer freute sich Tabea Alt über die Bronzemedaille: eine Medaille, die immer noch in ihrem Zimmer hängt und die sie auch immer wieder motivierte, trotz der vielen Verletzungen die Hoffnung nicht aufzugeben.

Die verflixte Schulter

Die Probleme begannen Ende 2017. Zunächst zwickte es in der rechten Schulter, dann in der linken. Zunächst wurde ein Knochenmarksödem diagnostiziert, später kamen eine Entzündung und eine Bandruptur dazu. Es folgte die unumgängliche Operation, danach eine lange Reha. Zurück auf der Matte und an den Geräten meldete sich dann der Rücken. Die Heim WM 2019 in Stuttgart fand ohne Tabea Alt statt. Und obwohl auch danach die Leidenschaft für das Turnen ungebrochen war, der Körper machte nicht mehr mit. Und so zieht Tabea Alt, die später vielleicht auch aufgrund ihrer Erfahrungen ein Medizinstudium plant, jetzt die Konsequenzen: Karriereende im Alter von 21 Jahren.

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