Marcel Nguyen, Andreas Toba und Karim Rida in Berlin. (Foto: Imago, imago images / Schreyer)

Turnen | WM in Stuttgart Deutsches Männer-Turn-Team nimmt Gestalt an

Der deutsche Mehrkampfmeister Andreas Toba und Youngster Karim Rida haben ihre WM-Plätze im deutschen Turn-Team sicher. Aber Cheftrainer Hirsch hat auch noch einige Sorgen vor dem Highlight in Stuttgart.

Das deutsche Turn-Team für die Heim-WM in Stuttgart nimmt Gestalt an. Vor dem Saison-Höhepunkt in der Schleyer-Halle (4. bis 13. Oktober) sind zwei von fünf Startplätzen an den deutschen Mehrkampfmeister Andreas Toba (Hannover) und Jungstar Karim Rida (Berlin) fest vergeben. Das bestätigte der Deutsche Turner-Bund (DTB) am vergangenen Sonntag. Das Duo hatte sich auch bei der zweiten und letzten WM-Qualifikation im Bundesstützpunkt Kienbaum am Samstag in den Vordergrund geturnt.

Dauer

Formierung des WM-Teams bei Länderkampf in Backnang

"Wir haben gute Leistungen, aber in unterschiedlicher Differenzierung gesehen. Toba und Rida sind dabei sicherlich hervorzuheben", lobte Cheftrainer Andreas Hirsch. Tags darauf folgte die offizielle Nominierung des Duos, Marcel Nguyen erhielt das dritte WM-Ticket - zunächst aber nur unter Vorbehalt. "Wir haben damit einen ersten Schritt hin zur Formierung des Teams für die WM getan. Die weiteren Schritte sollen nach dem Länderkampf in Backnang erfolgen", erklärte DTB-Sportdirektor Wolfgang Willam. "Hier versprechen wir uns auch Aufschluss über die Belastungsfähigkeit von Marcel Nguyen zu erhalten."

Noch hat Hirsch zwei Sorgenfälle: Marcel Nguyen musste vergangene Woche auf Rat von Teamarzt Hans-Peter Boschert die Ringe-Übung aus. Daher muss er den Belastungstest am 14. September in Backnang ebenso bestehen wie Lukas Dauser. Vor acht Wochen war der Wahl-Berliner an der Hand operiert worden, verpasste beide Quali-Wettkämpfe, bleibt aber optimistisch. Mit dem Heilungsverlauf liege er im Plan, nur konditionell müsse er noch zulegen, verriet der 26-Jährige beim Sommerfest in Kienbaum. Knapp vier Wochen hat er noch Zeit, um den nötigen Leistungsnachweis zu erbringen. "Ich kann schon wieder alle Elemente machen. Für mich zählt jetzt jede Woche", sagte Dauser. "Ich hoffe, dass ich noch auf den WM-Zug aufspringen kann. Denn das wird ein Riesen-Highlight."

STAND