Das Frauen-Turnteam für die Heim-Weltmeisterschaft in Stuttgart  (Foto: SWR)

Turnen | WM in Stuttgart Turn-Team für WM steht: Mit Seitz, Bui und Petz

Das Frauen-Turnteam für die Heim-Weltmeisterschaft in Stuttgart steht fest. Cheftrainerin Ulla Koch nominierte die deutsche Rekordmeisterin Elisabeth Seitz, ihre Stuttgarter Teamkollegin Kim Bui, die 16-jährige Emelie Petz (TSG Backnang), die diesjährige deutsche Mehrkampfmeisterin Sarah Voss und Sophie Scheder.

Die Titelkämpfe finden vom 4. bis 13. Oktober in der Schwaben-Metropole statt. Als Ersatzturnerin und sechste Athletin gehört die Schwebebalken-Weltmeisterin von 2017, Pauline Schäfer, zur Mannschaft.

"Ich bin froh, dass sich so eine starke sechste Turnerin habe. Das gibt uns ein gutes Gefühl", sagte Koch. Die deutschen Turnerinnen wollen sich bei der WM in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle in Topform präsentieren und für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio qualifizieren. "Das ist unser oberstes Ziel", so DTB-Sportdirektor Wolfgang Willam.

Nguyens bereitet Sorgen

Anfang dieser Woche hatte sich bereits Männer-Chefcoach Andreas Hirsch auf sein Quintett festgelegt. Die WM-Riege wird angeführt von Team-Kapitän Lukas Dauser, dazu kommen der deutsche Mehrkampf-Meister Andreas Toba, Routinier Nguyen, Jungstar Karim Rida und Nick Klessing. Große Sorgen bereitet noch der Frontmann. Der gerade 32 Jahre alt gewordene Nguyen gab bekannt, dass die Supraspinatus-Sehne in seiner linken Schulter angerissen ist. "Da habe ich einige Stabilitätsprobleme." Ihm ist klar, dass die Sehne bei Belastung reißen kann. "Dann ist es eben so", sagte der Vorzeige-Athlet, der auf den Länderkampf am nächsten Samstag in Backnang, die letzte Formüberprüfung, verzichtet. Für seine zehnte WM und Olympia geht er trotzdem auf Risiko, anschließend will er seine internationale Laufbahn beenden.

Barren-Spezialist Dauser hatte sich erst auf den letzten Drücker seinen Traum von der Heim-WM erfüllt. Die Teilnahme des Wahl-Berliners stand wegen seines Handbruchs, den er sich am 18. Juni zugezogen hatte, lange infrage. Nun ist nach eigener Aussage voll im Zeitplan. «Ich bin schmerzfrei. Bis zur WM ist ja noch ein wenig Zeit. Es geht darum, dass ich der Mannschaft helfen kann, damit wir uns für Olympia qualifizieren», sagte der 26 Jahre alte Sportsoldat.

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