Die Turnerinnen des MTV Stuttgart bei der Siegerehrung im DTL-Finale 2018. (Foto: Imago, imago/masterpress)

Turnen | Bundesliga MTV Stuttgart MTV Stuttgart: Seit Jahren unschlagbar

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Sieben Jahre in Folge feierten die Frauen des MTV Stuttgart die Meisterschaft in der Turn-Bundesliga. Die Mission Titelverteidigung startet am Samstag.

Elisabeth Seitz kennt es in Stuttgart gar nicht anders. In allen vier Jahren, in denen sie für den MTV in der Liga an die Geräte ging, feierte sie auch die Meisterschaft. Das soll sich auch im Jahr der Heim-WM nicht ändern: "Als MTV Stuttgart wollen wir natürlich wieder Meister werden". Am Samstag um 18 Uhr steht in Dillenburg (Hessen) mit dem ersten von vier Bundesliga-Vergleichen der Start in das Wettkampfjahr an. Gleichzeitig wird der Wettkampf als Qualifikation für die Europameisterschaften im April dienen. Der MTV Stuttgart geht auch in diesem Jahr wieder als Favorit um den Meistertitel in die Saison. Aber was macht die Stuttgarterinnen so stark?

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Kaderschmiede Kunst-Turn-Forum

Elisabeth Seitz zählt mit ihren 25 Jahren zusammen mit Mannschaftskapitänin Kim Bui (30) zu den erfahrenen Anführerinnen der MTV-Riege. Immer wieder kommen aus dem Stuttgarter Kunst-Turn-Forum junge Talente hervor. Mit Meolie Jauch, Amelie Pfeil (beide Jahrgang 2007) und Catalina Santos-Moran Diaz (Jahrgang 2006) stehen gleich drei junge Nachwuchskräfte im Kader der neuen Saison. Tabea Alt, Carina Kröll (beide 18 Jahre), Kim Ruoff (16) und Emelie Petz (15) stammen alle aus der Kaderschmiede in Bad Cannstatt und zählen mittlerweile zu den erfahrenen Wettkämpferinnen. Alle vier sind im Nationalkader und machen sich Hoffnungen auf eine Teilnahme bei der WM im Oktober in Stuttgart. An ihnen lässt sich auch das Erfolgskonzept des Kunst-Turn-Forums aufzeigen. Sie kommen alle aus Vereinen aus dem Großraum Stuttgart: Alt vom MTV Ludwigsburg, Kröll vom TSV Berkheim, Ruoff startete beim TB Neckarhausen und Petz bei der TSG Backnang. Schon früh wurde ihr Talent erkannt und sie kamen ins Stuttgarter Forum.

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Wichtige Basisarbeit

Mittlerweile trainieren sie alle in einer großen Trainingsgruppe, zusammen mit ihren Vorbildern Bui und Seitz. Die besten dürfen dann für den MTV Stuttgart in der Bundesliga starten. "Die Bundestrainer wollen natürlich die Turnerinnen in der ersten Liga sehen", erklärt Claudia Krimmer, die beim MTV für den administrativen Teil zuständig ist. Ihr ist dabei wichtig, dass die Bundesliga-Nominierung immer eng mit den Heimatvereinen geschieht. "Es gibt dann immer eine offizielle Anfrage, wir profitieren schließlich enorm von der Basisarbeit in den Vereinen." Vier Trainer sind insgesamt für die Turnerinnen zuständig: Marie-Luise Probst-Hindermann, Robert Mai, Elena Dolgopolova und seit kurzem auch der Italiener Giacomo Camiciotti.

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Erfahrung wird weitergegeben

Und so kann Petz, für die 2019 ihr erstes Jahr bei den Seniorinnen ist, schon jetzt ihre Erfahrung an die jungen Turnerinnen weitergeben: "Ich weiß noch recht gut, wie mir bei den ersten Wettkämpfen ging, wie aufgeregt ich damals war. Deshalb versuche ich sie immer zu beruhigen, jetzt weiß ich ja wie alles abläuft". Und Kröll ergänzt: "Ich versuche im Training schon den Jüngeren zu sagen auf was sie dann im Wettkampf achten müssen. Umgekehrt können wir im Training von Kim oder Eli lernen".

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Kim Bui in den USA

Auf die Bundesliga-Wettkämpfe freuen sich immer alle besonders. "Es sind die einzigen Wettkämpfe im Jahr, in denen wir gemeinsam antreten", erklärt WM-Bronze-Medaillengewinnerin Seitz. "Wir trainieren das ganze Jahr gemeinsam, bei den Wettkämpfen sind wir zum Teil aber immer überall auf der Welt unterwegs." Ganz vollständig wird die Trainingsgruppe beim ersten Wettkampf nicht sein: Tabea Alt wird nach ihrer Schulter-OP noch nicht antreten können, Kim Bui ist beim Weltcup im amerikanischen Greensboro am Start.

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