Die Präsentation der Turn-WM-Medaillen (Foto: SWR)

Turnen | Hintergrund Medaillen der Turn-WM: Kostbare Schätze

Die Vorbereitungen für die Turn-WM im Oktober in Stuttgart sind bereits in vollem Gang: Heute wurden die Medaillen vorgestellt. Echte Kunstwerke in Gold, Silber und Bronze.

Für Olympiasieger Fabian Hambüchen war es ein langer Tag. Um 04:30 Uhr ist er in Hamburg aufgestanden, dann nach Stuttgart geflogen und um 9 Uhr stand der Reck-Weltmeister von 2007 in Stuttgart an der Prägemaschine der Staatlichen Münze. Sein wichtiger Auftrag: Prägung der handteller-großen Siegermedaillen.

Insgesamt haben sieben Firmen aus Baden Württemberg an den WM-Auszeichnungen mitgewirkt. Die Hauptarbeit dabei hatten Bernd Kußmaul und seine Mitarbeiter in Weinstadt, die alleine rund acht Monate für den kreativen Prozess investierten. Das fertige Motiv wirkt dynamisch, innovativ und kreativ. Künstlerisch eingearbeitet ist die Jahreszahl 2019.

Kostspielige Angelegenheit

22 Medaillensätze werden für die WM gebraucht, dazu kommen aber auch einige Reserveprägungen. Über die Kosten redet niemand, nur so viel ist klar: Günstig war es nicht. Der Schwäbische Turnerbund als Auftraggeber wäre finanziell überfordert gewesen, weshalb das Land Baden-Württemberg großzügig aushalf. Vermutlich sind es sogar die teuersten Turn-WM-Medaillen aller Zeiten. Aber vielleicht auch die schönsten. Bleibt zu hoffen, dass die deutschen Turner einige der edlen Stücke im Oktober auf dem Podest in Stuttgart zeigen werden.

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