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Die Saison 2019/2020 in der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) wird zu Ende gespielt. Bei den TTF Liebherr Ochsenhausen freut man sich, dass die Spielzeit doch noch auf einem sportlichen Weg beendet wird.

In Ochsenhausen begrüßt man die Entscheidung, die aktuelle Saison zu Ende zu spielen. "Auch wenn sich alles noch etwas eigentümlich und surreal anfühlt, freuen wir uns sehr, dass die Saison doch noch zu einem sportlichen Abschluss gebracht und der Meistertitel 2019/2020 vergeben wird", so TTF-Präsident Kristijan Pejinovic. Auch die Spieler freuen sich nach der langen Spielpause, wieder unter Wettkampfbedingungen am Tisch zu stehen. "Unsere Jungs freuen sich sehr auf die Finalspiele und sind heiß darauf, wieder Spiele zu absolvieren", so Manuel Pfänder, Teamleiter der Ochsenhausener.

Ein Spieler wird dem Bundesligisten für die kommenden Tage allerdings nicht zur Verfügung stehen. "Vladimir Sidorenko ist noch bei seiner Familie in Russland und wird daher nicht an den Spielen teilnehmen können", so Pfänder. Somit besteht das Aufgebot der TTF aus Hugo Calderano, Simon Gauzy, Jakub Dyjas und Stefan Fegerl.

Dyjas und Fegerl im Duell mit Grünswettersbacher Spielern (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)
Sowohl Zuschauer als auch Doppel-Spiele wird es bei den Finalspielen der TTBL nicht geben. Hier im Einsatz: Jakub Dyjas und Stefan Fegerl gegen zwei Spieler des ASV Grünwettersbach. Picture Alliance

Halbfinals mit reduziertem Spielmodus

Im ersten Halbfinalspiel setzte sich der 1. FC Saarbrücken in eigener Halle mit 3:0 gegen Werder Bremen durch und steht somit im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Am Donnerstag findet das zweite Halbfinale zwischen Borussia Düsseldorf und den TTF Liebherr Ochsenhausen (11.6., ab 13:00 Uhr) statt.

Wie schon das Halbfinale zwischen Saarbrücken und Bremen wird das Halbfinale zwischen Düsseldorf und Ochsenhausen nicht im gewohnten Modus "Best-of-Three-Matches" ausgetragen, sondern in lediglich einem Aufeinandertreffen. Das Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Tischtennis findet am Sonntag (14.6., ab 14:00 Uhr) in der Frankfurter Fraport-Arena statt.

Abgeänderte Spielregeln

Aufgrund des Corona-Virus wurden nicht nur der Spielmodus, sondern auch die Spielregeln für die kommenden Begegnungen angepasst. So werden die Spiele ohne Zuschauer stattfinden. Während der Matches wird es keine Seitenwechsel zwischen den Spielern geben und auch die sonst übliche Pause zwischen dem zweiten und dritten Einzel entfällt. Außerdem werden Spielbälle und Spieltische regelmäßig desinfiziert.

Zudem wird es beim Stand von 2:2 aus hygienischen Gründen kein entscheidendes Doppel geben. Über den Sieg entscheidet dann - dem "alten Modus" entsprechend - ein weiteres Einzel der jeweils an zweiter Stelle nominierten Spieler.

Zufriedenheit und Optimismus bei den Tischtennisfreunden (TTF)

Seit Mitte Mai können die Spieler unter bestimmten Auflagen wieder trainieren. Manuel Pfänder zeigt sich zufrieden mit dem Ablauf der Vorbereitung. "Wir konnten uns ziemlich schnell organisieren, um somit einen effektiven Trainingsbetrieb durchführen." Auch auf die besondere Geisterspiel-Atmosphäre hat man die Spieler bestmöglich vorbereitet. "Wir haben sehr viel mit den Spielern gesprochen und sind auf spezielle Situationen eingegangen, um die Jungs mental zu stärken. Außerdem haben wir Spiele unter den gegebenen Wettkampfbedingungen simuliert", so Pfänder.

Für das Halbfinale am Donnerstag gegen Borussia Düsseldorf kann Pfänder jedoch keine genaue Prognose abgeben. "Das ist für jedes Team eine spezielle Situation. Niemand weiß, wie die gegnerische Mannschaft drauf ist. Düsseldorf hat zwar den Vorteil, daheim spielen zu können, allerdings ist es auch für sie ungewohnt, ohne heimisches Publikum zu spielen. Ich denke die Chancen stehen 50:50", so der Ochsenhausener Teamleiter. Nichts desto trotz ist Pfänder zuversichtlich: "Das Training hat gut funktioniert und alle unsere Spieler sind gut im Saft. Es wird sicherlich ein interessantes Spiel.

Auch Pejinovic hofft auf eine gute Leistung seiner Mannschaft und zeigt sich optimistisch. "Natürlich wollen wir das Beste herausholen und zunächst einmal das Finale erreichen. Vielleicht gelingt es uns ja, den Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Das wäre dann angesichts der besonderen Umstände zwar kein Titel wie jeder andere, aber auf jeden Fall eine schöne Anerkennung für die geleistete Arbeit", so der TTF-Präsident.

Über Düsseldorf nach Frankfurt?

Nach Düsseldorf anreisen werden die TTF Ochsenhausen am Mittwoch - coronagemäß mit mehreren Fahrzeugen. Am selben Tag findet noch ein abschließendes Training in der Spielhalle der Düsseldorfer statt. Bei einem Sieg über die Borussia werde man laut Pfänder am Freitagnachmittag direkt nach Frankfurt fahren, um zwischen Halbfinale und Finale möglichst wenig Zeit zu verlieren.

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