Annett Kaufmann (Foto: IMAGO, MIS)

Tischtennis | Hintergrund

Annett Kaufmann: "Ich bin sehr emotional am Tisch"

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AUTOR/IN
Dorothee Büttner

Annett Kaufmann ist erst 16 Jahre jung und schon eine ganz große Nachwuchshoffnung für den deutschen Tischtennissport. Mit SWR Sport spricht sie über ihre bisher größten Erfolge und den Traum von Olympia.

Mit bereits viereinhalb Jahren begann Annett Kaufmann mit dem Tischtennis und heute ist dieser Sport für sie ihr Leben. Ihre Entwicklung ist laut ihrem Trainer Sönke Geil "extrem schnell" verlaufen. Innerhalb eines Jahres wurde sie Europameisterin in der Altersklasse U15, kurz darauf U21-Europameisterin und anschließend folgte die Nominierung für die deutsche Damenmannschaft, mit der sie den EM-Titel 2021 gewann - und das alles als Teenager.

Und wenn es nach Annett Kaufmann geht, dann soll ihr Weg sie noch viel weiter bringen. Am liebsten zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles - oder vielleicht ja schon 2024 in Paris.

Familie Kaufmann: Sport in die Wiege gelegt

Annett Kaufmann stammt aus einer sportlichen Familie: Ihre Mutter ist ehemalige Skifahrerin, ihr Vater war als Eishockey-Profi unter anderem bei den Bietigheim Steelers unter Vertrag und ihre Schwester Alexandra spielt ebenfalls Tischtennis. Vor allem die Unterstützung ihrer Familie sieht Annett als Quelle ihres Erfolgs. "Meine Schwester hilft mir mit der Schule und meine Eltern fahren mich immer zum Training - und das seit 12 Jahren. Dafür bin ich sehr dankbar".

"Tischtennis hat für mich oberste Priorität, mehr als irgendeine andere Sache in meinem Leben."

Mit dem Leistungssport geht auch der Leistungsdruck einher, aber für Kaufmann, die laut ihrem Trainer "gesund ehrgeizig" ist, sind es vor allem die eigenen Ansprüche, die sie erfüllen will. "Ich bin sehr ehrgeizig und natürlich will ich gewinnen. Aber wenn der Gegner besser ist, dann muss ich das akzeptieren", sagt sie. Die öffentliche Aufmerksamkeit, die sie durch ihre Erfolge erfährt, stört sie nicht. Als sie vergangenes Jahr zur "Newcomerin des Jahres" gewählt wurde, freute sie sich auf ein Treffen mit vielen sportlichen Idolen. Ihr größtes Vorbild ist die chinesische Tischtennisspielerin Ding Ning. "Ich hätte gern ihre Technik und Beinarbeit, aber ich will auch einfach ich sein", sagt sie.

Annett Kaufmann als "Newcomerin des Jahres 2021" geehrt (Foto: IMAGO, Poolfoto)
Annett Kaufmann als "Newcomerin des Jahres 2021" geehrt Poolfoto

"Ich möchte um jeden Ball kämpfen und immer das Beste rausholen."

Zwischen sportlicher und beruflicher Zukunft

Neben dem Sport besucht Annett die 11. Klasse und hat sich auch schon Gedanken über ihre berufliche Zukunft nach dem Abitur gemacht. "Ich möchte später Kriminalistik studieren und bei der Polizei arbeiten. Das würde sich auch gut mit dem Sport kombinieren lassen."

Es sind große Hoffnungen, die auf Annett Kaufmann ruhen und es sind große Ziele, die sie sich selbst vornimmt. Aber wie sie selbst sagt, sie ist erst 16 Jahre alt und hat noch jede Menge Zeit für weitere Titel. Die nächste Gelegenheit hat sie Anfang Dezember bei der Jugend-Weltmeisterschaft in Tunesien.

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Dorothee Büttner

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