Interview mit Hugo Calderano (Foto: SWR)

Tischtennis | Bundesliga Tischtennis-Star Hugo Calderano: Von Rio nach Ochsenhausen

Hugo Calderano von den TFF Ochsenhausen gehört mit 22 Jahren schon zu den besten Tischtennisspielern der Welt. Ein Exot in der Provinz mit vielen außergewöhnlichen Talenten, der am Wochenende mit seiner Mannschaft das Double perfekt machen kann.

Ein brasilianischer Tischtennisspieler auf Weltklasse-Niveau in der oberschwäbischen Provinz. Was auf den ersten Blick nicht zusammenpasst, ist für Hugo Calderano seit Jahren Normalität. Der 22-Jährige zog 2014 von seiner Heimatstadt Rio de Janeiro nach Ochsenhausen. Dort befindet sich das Liebherr Masters College, welches weltweit als einer der besten Ausbildungsstandorte und Trainingszentren im Tischtennis gilt. Die Umstellung war zwar sehr groß, doch mittlerweile hat sich der Brasilianer gut eingelebt. Ochsenhausen, sagt er, ist mittlerweile seine zweite Heimat geworden.

Dauer

Seinen Spielstil beschreibt Calderano als offensiv und riskant. Diese Strategie funktioniert nur mit großem Trainingsaufwand. Doch die zwei Trainingseinheiten am Tag machen sich bezahlt und so steht Hugo Calderano aktuell auf Platz sieben der Weltrangliste.

"Die Trainingsbedingungen hier sind einfach super. Ich habe mich durch die starken Mitspieler extrem verbessert in den letzten Jahren."

Hugo Calderano

Auch auf Tischtennis-Legende Timo Boll ist er schon getroffen und hat ihn bereits mehrfach geschlagen. Neben dem Titelgewinn der Bundesliga mit Ochsenhausen sagt Calderano, dass dieses Jahr eine Medaille bei der Weltmeisterschaft in Budapest sein großes Ziel sei.

Ein sportliches Multitalent

Der Brasilianer besitzt aber auch abseits der Tischtennisplatte zahlreiche Qualitäten. Er hätte sich eine Karriere im Volleyball oder in der Leichtathletik vorstellen können. Zudem verfügt Calderano über eine außergewöhnlich gute Körperkontrolle, kann ohne Probleme einen Rückwärtssalto oder auf seinen Händen laufen. Auch außerhalb des Sports weiß Calderano zu überraschen. Einen Zauberwürfel kann er mit seinen schnellen Händen in rund zehn Sekunden lösen. Trotz der gut gelungenen Intergration, bleibt der Olympia-Teilnehmer so eine kleine Attraktion in Ochsenhausen.

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