Anna-Lena Friedsam (Foto: Imago, IMAGO / ZUMA Wire)

Tennis | Olympia

Anna-Lena Friedsam: Der Olympia-Traum lebt!

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Olympia. Der Traum aller Sportler und Sportlerinnen. Selbst wer wie Anna-Lena Friedsam als Profi auf der Tennistour unterwegs ist, will dabei sein. Die Rheinland-Pfälzerin hat weiter Chancen.

Gerade hat Anna-Lena Friedsam Post erhalten. Als Olympiakandidatin hat sie einen Impftermin bekommen. Schwarz auf weiß ist damit ihre Chance auf Tokio noch einmal fest gehalten. "Es war immer ein sehr, sehr großer Traum von mir, zu Olympia zu fahren", sagt die Rheinland-Pfälzerin im exklusiven SWR-Interview. Wenn sie das sagt, fängt sie an zu strahlen. Auch wenn ihr klar ist, dass Tokio anders werden wird: "Ich hab ein normales Olympia noch nie mit erlebt, dieses Besondere, das olympische Dorf, andere Sportler zu treffen." Das wird es in Tokio so nicht geben, "das wird sicherlich fehlen", sagt Friedsam. Corona wird u.a. die Aufenthaltsdauer der Sportler und Sportlerinnen in Japan auf ein Minimum verkürzen. Auch Kontakte zur Bevölkerung soll es nicht geben, dafür aber tägliche Corona-Tests, selbst für vollständig Geimpfte.

Anderes Olympiafeeling, gleiche Vorfreude

Beim gerade zu Ende gegangenen Turnier in Stuttgart hat die 27-Jährige aus Oberdürenbach (Landkreis Ahrweiler) ein paar Weltranglisten- Punkte auf dem Weg nach Tokio liegen lassen. An der Seite von Mona Barthel (TEC Waldau) war sie als Titelverteidigerin im Doppel angetreten, das Aus kam diesmal schon im Viertelfinale. "Dennoch ist mein Ranking noch ganz ok", sagt der Lockenschopf entspannt, denn nach wie vor ist ihre Chance auf den Olympia- Einsatz da. "Fürs Doppel hat Anna-Lena Chancen", bestätigt auch Barbara Rittner, Chefin des deutschen Frauentennis, gegenüber dem SWR. Entscheidend ist die Weltrangliste Anfang Juni. Also hakt Friedsam Stuttgart ab. Und hat den Kampf um Tokio längst wieder im Kopf.

Der lange Weg zurück: Tokio als Belohnung?

Wenn Anna-Lena Friedsam in den letzten Jahren eins gelernt hat, dann ist es Kämpfen. Im Januar 2016 stand sie überraschend im Achtelfinale des Grand Slam Turniers in Melbourne, den Australian Open. Mit Krämpfen spielte sie die damalige Weltranglisten-Vierte Agnieszka Radwanska an den Rande einer Niederlage, scheiterte denkbar knapp. Der größte Kampf ihrer Karriere war aber wohl der gegen den eigenen Körper.

"Es war immer ein sehr, sehr großer Traum von mir, zu Olympia zu fahren!"

Nach zwei Schulteroperationen und immer wieder kleineren Rückschlägen unterbrach Corona 2020 ihren Weg zurück nach oben, als sie gerade in Lyon das Finale erreicht hatte. "Aufgegeben habe ich nie", hat sie mal erzählt, weil der Glaube es noch einmal schaffen zu können immer da gewesen sei. "Ich brauche jetzt einfach Woche für Woche Matches, Konstanz. Dann habe ich auch wieder das Gespür für die wichtigen Momente."

Wo es hingehen kann hat sie auch in Stuttgart gezeigt, als sie im Einzel das Match gegen die spätere Finalistin Aryna Sabalenka, immerhin Nummer sieben der Welt, lange offen hielt. "Spielerisch sehe ich mich wieder auf dem guten Level, jetzt muss ich das Momentum wieder treffen!". Das sagt die Einser-Abiturientin ruhig, aber entschlossen. Der Glaube ist da: "Wenn ich weiter solche Matches bekomme, dann wird es auch gut aussehen für die Zukunft!" In der Zukunft liegt auch Tokio. Und Friedsams Traum von Olympia lebt!

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