Malaika Mihambo (Foto: imago images, IMAGO / camera4+)

Sportler des Jahres

Mihambo und Zverev Favoriten in Baden-Baden

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Alexander Zverev und Malaika Mihambo sind die Favoriten, bei den Mannschaften scheint das Rennen offener. In Baden-Baden werden am Sonntag die besten Sportler des Olympia-Jahres gekürt.

Die Krönung eines herausragenden Jahres könnte Alexander Zverev vor einer fast schon königlichen Kulisse bevorstehen. Denn der deutsche Tennisstar gilt nach seinem Gold-Coup von Tokio als einer der ganz heißen Kandidaten, wenn im mondänen Benazetsaal des Kurhauses Baden-Baden die besten Sportlerinnen und Sportler 2021 gekürt werden. Mit guten Aussichten und der Hoffnung auf einen spektakulären Hattrick blickt auch Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo auf den Sonntag (22.15 Uhr).

Ein Jahr im Zeichen der Olympischen Spiele von Tokio

Es war schließlich ein Jahr, das ganz im Zeichen der Olympischen Spiele stand - auch deshalb dürfte die 75. Wahl der Sportlerinnen und Sportler des Jahres von den Goldgewinnern aus Tokio dominiert werden. Offen scheint die Ausgangslage bei der Auszeichnung der besten Mannschaft. Zverev dagegen ist sicherlich der Top-Favorit auf die Nachfolge von Eishockey-Star Leon Draisaitl.

Es wäre der perfekte Abschluss einer außergewöhnlichen Saison mit dem Olympiasieg, zwei Masters-Titeln und dem Gewinn der ATP Finals. Und für das deutsche Tennis wäre es zudem die erste Auszeichnung bei den Männern seit Michael Stich im Jahr 1991. Obwohl die Favoritenrolle vergeben ist, dürfte sich auch Schwimm-Olympiasieger Florian Wellbrock Hoffnungen machen. Der 24-Jährige sicherte sich in Tokio Gold über 10 km, nachdem er bereits zuvor im Becken die Bronzemedaille über 1500 m gewonnen hatte. Auch Skispringer Karl Geiger überzeugte in diesem Jahr mit zweimal Gold bei der Heim-WM oder als Tournee-Zweiter.

Malaika Mihambo Favoritin als Sportlerin des Jahres

Neben Zverev richten sich die Blicke bei der Gala einmal mehr auch auf Mihambo. Die Ausnahmeweitspringerin lieferte in Tokio einen wahren Nervenkrimi, sicherte sich mit ihrem letzten Versuch Gold - und könnte am Sonntag zum dritten Mal in Folge als strahlende Siegerin in den Benazetsaal schauen. Im Fokus steht aber auch Olympiasiegerin Aline Rotter-Focken (Ringen), die ihre Karriere im letzten Kampf krönte. Wer in die Fußstapfen von Fußball-Rekordmeister Bayern München als Mannschaft des Jahres tritt, scheint dagegen völlig offen. Da wäre der Bahnrad-Vierer der Frauen um Lisa Brennauer, der furios mit Weltrekord zum Olympiasieg raste. Oder die Goldjungs um Ronald Rauhe aus dem Kajak-Vierer. Aber auch Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov und Patrick Franziska dürften sich mit dem Gewinn von Tischtennis-Silber etwas ausrechnen. So oder so dürfen sich die Athletinnen und Athleten auf den Jahresabschluss in Baden-Baden freuen.

Zwar bestimmt die Corona-Pandemie weiter die Vorbereitungen, es ist aber kein Vergleich zum Vorjahr, als die Gala quasi unter Labor-Bedingungen stattfinden musste. Diesmal werden rund 200 geladene Gäste, darunter etliche Medaillengewinner aus Tokio, erwartet. "Es gibt ein bisschen mehr Normalität", sagte Klaus Dobbratz von der Internationalen Sport-Korrespondenz. Die Organisatoren hoffen auf einen würdigen Abschluss. "Die Sportler durften ja in Tokio null feiern. Die wollen kommen, es gibt zwar keine Party, aber zumindest ein Zusammensitzen", sagte Dobbratz und versprach: "Alle Gewinner werden da sein."

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