Tim Lichtenberg (Foto: IMAGO, Kessler-Sportfotografie)

7er-Rugby | Weltmeisterschaft

7-Rugby-WM in Südafrika: Deutsches Team ist bereit für seine historische Teilnahme

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Dorothee Büttner

Erstmals nimmt eine deutsche 7er-Rugby-Nationalmannschaft an einer WM teil. Allein die Qualifikation ist ein Erfolg. Spieler und Trainer wollen in Südafrika gegen die Top-Nationen bestehen und mehr Aufmerksamkeit für ihren Sport.

In Kapstadt treffen vom 9. bis 11. September die besten Rugby-Mannschaften der Welt aufeinander - mit dabei: Deutschland. Im ersten Spiel wartet mit Chile noch eine machbare Aufgabe auf die Deutschen. Sollte die erste K.o.-Runde überstanden werden, ist Gastgeber und Topfavorit Südafrika der Gegner. Bundestrainer Clemens von Grumbkow erwartet von seiner Mannschaft "vollen Fokus" und möchte mindestens unter den Top 16 landen.

WM-Qualifikation ein Erfolg für Deutschland

Bereits mit der Qualifikation im Juli hat die deutsche Nationalmannschaft Historisches erreicht. Nie zuvor spielte eine deutsche A-Mannschaft bei einer 7er-Rugby-Weltmeisterschaft mit. Im Cape Town Stadium wartet im September eine Traumkulisse mit 60.000 rugbybegeisterten Zuschauern auf die Spieler.

Deutsche 7er-Rugby-Nationalmannschaft (Foto: IMAGO, Alex Nicodim)
Die deutsche 7er-Rugby-Nationalmannschaft schafft die WM-Qualifikation in Bukarest Alex Nicodim

Für den 32-jährigen Spielmacher Fabian Heimpel gibt es bei seinem 50. Turnier ein klares Ziel: "Wir müssen zeigen, dass es keine Glücksache ist, dass die Deutschen dabei sind. Wir wollen uns gut verkaufen und zeigen, dass wir zu den besseren europäischen Mannschaften gehören", sagt er im Interview mit SWR Sport.

Das Ziel für die WM ist unter Beweis zu stellen, dass wir dort hingehören, dass wir zu den 9 bis 16 Teams der Welt gehören.

Mehr Aufmerksamkeit für den Rugby-Sport

Spielmacher Bastian van der Bosch kann es noch nicht ganz glauben, was ihm und seinen Teamkollegen mit der WM-Qualifikation gelungen ist. Der 31-Jährige hatte bereits vor zehn Jahren versucht, sich für das Großereignis zu qualifizieren. Damals trainierten die Spieler nur viermal die Woche und hatten keinen Trainer. Seitdem ist viel passiert. Die Professionalisierung der Trainingsbedingungen zeigt ihre ersten Erfolge.

Die Stimmung im "Wolfpack", so der Spitzname der Mannschaft, die sich in der deutschen Rugby-Hochburg Heidelberg auf die WM vorbereitet, sei sehr gut: "Alle freuen sich, man merkt es in jedem Training, dass die Vorfreude steigt." Auch van der Bosch möchte das erste Spiel gegen Chile am kommenden Freitag unbedingt gewinnen, alles danach sei ein "Bonus", erzählt er gegenüber SWR Sport. Doch am meisten wünscht er sich eines: "Ich hoffe, dass 7er-Rugby in den nächsten Jahren in seiner Beliebtheit steigt."

Heidelberg/Bukarest

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