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Nach den jüngsten Entscheidungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie steht die Ringer-Bundesliga vor einem Abbruch. Der ASV Schorndorf mit Weltmeister Frank Stäbler will unbedingt weitermachen.

Der Ringer-Bundesliga gehen in der Corona-Krise die Vereine aus, der höchsten deutschen Kampfklasse droht durch die neuen Maßnahmen der Abbruch. Keine vier Wochen nach dem Saisonstart haben bereits 15 von 26 Mannschaften in der dreigleisigen Liga ihren Rückzug erklärt. Die elf noch verbliebenen Vereine sollen nun entscheiden, ob sie die Saison fortsetzen wollen und wenn ja, unter welchen Bedingungen. Das sagte Florian Geiger, der für die Bundesliga zuständige Vizepräsident des Deutschen Ringer-Bundes (DRB), am Donnerstag.

Weltklasseringer benötigen Wettkampfpraxis

Sedat Sevsay, Vorstand beim ASV Schorndorf, sagte dem SWR, diese Abstimmung der Bundesligisten solle am Freitag in einer Videokonferenz erfolgen. Während man im Verband davon ausgeht, dass die Mannschaften für einen Abbruch votieren, plädiert Sevsay für eine Fortsetzung des Ligabetriebs. Ihn treibt die Sorge um, dass die Sportart Ringen ohne Präsenz in der Öffentlichkeit Fans an andere Sportarten verlieren könnte. "Wir sind gegen einen Abbruch," stellt Sevsay klar. Außerdem hat der Klub-Vorstand seine Spitzenathleten im Blick. Mit dem dreimaligen Weltmeister Frank Stäbler und EM-Bronze-Gewinner Jello Krahmer hat der schwäbische Verein Topsportler unter Vertrag, die als Vorbereitung für internationale Titelkämpfe zwingend Wettkampfpraxis benötigen.

Minusgeschäft für die Vereine

Ohne Zuschauereinnahmen sind Kampfabende allerdings ein Minusgeschäft für die Vereine. Die schwierige wirtschaftliche Situation ist der Hauptgrund für die Klubflucht aus dem Wettkampfbetrieb. Zuletzt waren schon teilweise nur noch 100 Personen zu den Kampfabenden zugelassen. Abzüglich der Aktiven, Betreuer und Helfer blieben kaum 30 zahlende Zuschauer. Da die Klubs keine TV-Gelder erhalten, wird der Liga-Betrieb ein nicht aufzufangendes Minus-Geschäft.

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