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Der dreimalige Ringer-Weltmeister Frank Stäbler aus Musberg hofft weiter auf Olympische Spiele in diesem Sommer in Tokio (24. Juli bis 9. August).

Sollten sich die Lage und die Prognosen rund um die Corona-Pandemie aber nicht überraschend bessern, plädiert auch der 30-Jährige für eine Absage des Großevents in diesem Jahr. "Wenn sich die Lage zuspitzt oder genauso schlimm bleibt, dann würde ich für eine Verschiebung stimmen", sagte Stäbler.

Dauer

Verlängert Frank Stäbler seine Karriere?

Dabei könnte das für ihn "verheerende" Folgen haben: Eigentlich wollte der Baden-Württemberger die Karriere im August in Tokio beenden. Bei einer Neu-Terminierung ist offen, ob sich Stäbler erneut qualifizieren muss und das noch einmal klappt. Das Ende seiner Laufbahn, das hatte Stäbler bereits angekündigt, würde er in diesem Fall verschieben.

Deshalb hofft der dreimalige Weltmeister noch auf ein Wunder. "So schnell will ich meinen Traum nicht aufgeben", sagte er: "Die prozentuale Wahrscheinlichkeit, dass es besser wird, ist gering. Aber sie ist da."

Druck auf das IOC wächst

Der Druck auf das Internationale Olympische Komitee (IOC)wird größer, nicht weiter an den Spielen 2020 festzuhalten. Der deutsche Top-Fechter und Athletensprecher Max Hartung schloss eine Olympia-Teilnahme in diesem Sommer aus. Er will ein Zeichen setzen. Der Deutsche Olympische Sportbund forderte seine Athleten bereits auf, für oder gegen die Spiele im Sommer 2020 zu votieren.

Stäbler will eine Entscheidung noch abwarten, auch wenn er schon jetzt große Probleme erkennt. "Mir ist bewusst, dass das mit der Chancengleichheit und der Doping-Problematik sehr schwierig ist", sagte er. Während die Sportler in Deutschland häuslich isoliert arbeiten, können Athleten anderorts noch gemeinsam trainieren. Zudem finden in der Krise weltweit deutlich weniger Dopingtests statt.

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