Aline Rotter-Focken mit Deutschland-Fahne nach ihrem Olympiasieg in Tokio (Foto: IMAGO, IMAGO / Sven Simon)

Ringen | Verband

Neuer Job für Olympiasiegerin Aline Rotter-Focken

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Die Karriere auf der Matte ist beendet, nun wartet eine andere Aufgabe auf Olympiasiegerin Aline Rotter-Focken. Die 30-Jährige aus Triberg im Schwarzwald wird dem Deutschen Ringer-Bund (DRB) in einer neuen Rolle erhalten bleiben.

Aline Rotter-Focken, die ihre aktive Karriere nach den Olympischen Spielen von Tokio beendet hat, wird zukünftig als Leistungssport-Koordinatorin beim Verband arbeiten. "Das ist in erster Linie ein Job für das Homeoffice, der mit meinen persönlichen Plänen sehr gut zu vereinbaren ist", sagte Rotter-Focken, die im privaten Bereich die Gründung einer Familie anstrebt, beim Festakt des DRB für seine Olympiastarter am Mittwoch in Ludwigsburg. "Ich werde versuchen, das Frauenringen weiter zu pushen", so die Olympiasiegerin weiter.

Auch der europäische Dachverband (UWW Europe) unter der Führung von DRB-Generalsekretär Karl-Martin Dittmann möchte Rotter-Focken in seine Arbeit einbinden. Neben der Rolle als TV-Expertin soll die deutsche Vorzeigeringerin als eine Art "Entwicklungshelferin" in den UWW-Mitgliedsländern aktiv werden.

Ehrung für deutsche Olympia-Ringer

Am Mittwoch hat der DRB sein Olympia-Team geehrt. Neben Rotter-Focken sowie den Bronzemedaillen-Gewinnern Frank Stäbler und Denis Kudla wurden Anna Schell, Etienne Kinsinger, Eduard Popp und Gennadij Cudinovic von DRB-Präsident Manfred Werner gewürdigt. Zudem erhielten die Medaillengewinner vom Verband und einem Sponsor laut Werner jeweils eine Prämie in Höhe "von mehreren Tausend" Euro.

"Alle unsere sieben Olympiastarter haben die deutschen Farben und die des DRB grandios vertreten", sagte Werner: "Drei Medaillen bei nur sieben Teilnehmern sind besonders wertvoll. Alle unsere Starter sind aus dem besonderen Holz der Spitzensportler geschnitzt." Werner zog zudem ein positives Fazit der Verbandsarbeit unter seiner Führung. "Wir haben in den vergangenen Jahren nicht alles, aber doch sehr vieles richtig gemacht", sagte der im November aus dem Amt scheidende Präsident: "Unsere Sportler haben dem Ringen in Deutschland einen wahnsinnig großen Dienst erwiesen."

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