Eduard Popp belegte bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro den fünften Platz.  (Foto: Imago, imago sportfotodienst;)

Ringen | Red Devils Heilbronn Eduard Popp: Großer Mann mit großem Traum

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Am Samstag kämpfte Eduard Popp mit den Red Devils Heilbronn im Final-Hinkampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Ringen. Nach knappem Ergebnis ist gegen Burghausen noch alles offen.

Er ist 1,90 Meter groß und 130 Kilo schwer: Eduard Popp ist eine imposante Erscheinung. In den beiden Finalkämpfen will der 27-jährige Ringer jedes einzelne Kilo Muskelmasse für die Red Devils Heilbronn in die Waagschale werfen. In der höchsten Gewichtsklasse im Griechisch-Römischen Stil.

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Auf den Spuren seines Vaters

Eduard Popp, genannt "Eddie", begann schon sehr früh mit dem Ringen. Mit fünf Jahren stand er beim VfL Neckargartach das erste Mal auf einer Ringermatte. Maßgeblichen Anteil daran hatte sein Vater Jakob, der in der ehemaligen Sowjetunion selbst ein erfolgreicher Ringer und Trainer gewesen ist. Von 2001 bis 2003 trainierte Vater Popp den VfL Neckargartach, führte ihn von der Oberliga bis in die 2. Bundesliga.

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Doch Eduard Popp spielte als Kind lange Zeit lieber Fußball, und das auch recht gut. Als sein Vater 2003 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, änderte sich das. Der Heilbronner entschied sich gegen das Fußballspielen und für das Ringen. Er wollte in die Fußstapfen seines Vaters treten.

Über Umwege zu Olympia

Ab diesem Zeitpunkt begann Eduard Popp auf der Matte intensiv zu trainieren. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: 2005 wurde er erstmals Deutscher Jugendmeister. Popp blieb dem VfL Neckargartach lange treu, bis 2010 der Wechsel zum TSV Benningen in die zweite Liga folgte. Danach ging es in die Bundesliga zum SV Triberg. Nach einem enttäuschenden Jahr mit nur einem Sieg, kehrte "Eddie" 2013 zurück zu seinem Heimatverein nach Heilbronn.

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Der Schritt zahlte sich aus. Von 2013 bis 2015 holte sich Popp drei Mal in Folge die deutsche Meisterschaft im Schwergewicht. Dadurch qualifizierte er sich für die Olympischen Spiele in Rio, bei denen er einen guten fünften Platz belegte. Den selben Platz erkämpfte er sich auch bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr.

Eduard Popp belegte bei der Weltmeisterschaft 2018 den fünften Platz.  (Foto: Imago, GEPA pictures/ Csaba Doemoetoer;)
Eduard Popp belegte bei der Weltmeisterschaft 2018 den fünften Platz. Imago GEPA pictures/ Csaba Doemoetoer;

Das Ziel: Olympiasieger 2020

Doch Eduard Popp blickt auch jetzt schon weiter in die Zukunft, denn er hat einen großen Traum: 2020 möchte er Olympiasieger in Tokio werden. Zunächst aber wird er alles daran setzen, seinen Kampf am Samstag erfolgreich zu gestalten.

Deutsche Mannschaftsmeisterschaft

Nun strebt der Griechisch-Römisch-Ringer Eduard Popp mit den Red Devils Heilbronn erstmals den Gewinn der Mannschaftsmeisterschaft an. Der Hinkampf fand am Samstag (19.30 Uhr) in der Römerhalle in Neckargartach statt und ging denkbar knapp mit 14:13 an die Burghäuser. Rund 1500 Zuschauer werden die Ringer-Arena dann in einen echten Hexenkessel verwandeln. Der Rückkampf folgt dann eine Woche später am 26. Januar in Burghausen.

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