Dorothee Schneider hat ihr Pferd Showtime vom Start beim CHIO in Aachen zurückgenommen. Damit ist das Paar auch nicht bei den Weltmeisterschaften am Start.  (Foto: IMAGO, IMAGO / Treese)

Reiten | CHIO in Aachen

Olympiasiegerin Schneider zieht Pferd Showtime zurück und verpasst WM

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Die Dressurreiterin Dorothee Schneider aus Framersheim (Kreis Alzey-Worms) zog ihr Spitzenpferd Showtime vor dem geplanten Start beim CHIO in Aachen zurück. Damit verpasst die zweimalige Mannschaft-Olympiasiegerin auch die Weltreiterspiele Anfang August im dänischen Herning.

"Auch wenn es eine sehr schwere Entscheidung war, gibt es für mich keine andere Option als mit einem hundertprozentig fitten Pferd in den Wettkampf zu gehen", sagte Schneider: "Da Showtime mir dieses Gefühl hier nicht gegeben hat, ist diese Entscheidung für mich die einzig mögliche und richtige."

Dorothee Schneider holte mit Showtime nach langer Pause DM-Titel in Balve

Showtime, der zuletzt in Balve beim Gewinn des DM-Titels im Grand Prix Special nach langer Pause eine brillante Leistung gezeigt hatte, passierte in Aachen den obligatorischen Vet-Check auch "ohne Beanstandung", wie Schneider auf ihrer Facebook-Seite schrieb. Allerdings bemerkte die Framersheimerin im Training eine offensichtlich fehlende Frische bei dem Wallach und entschied, nicht mit ihm im Grand Prix der sogenannten Kleinen Tour am Dienstag anzutreten. Schon in Balve hatte sie auf die Kür verzichtet, um Showtime etwas mehr Pause zu gönnen.

Start wäre für WM-Nominierung erforderlich gewesen

Allerdings ist es für eine WM-Nominierung erforderlich, dass ein Pferd im Vorfeld entweder in Balve oder in Aachen alle drei WM-Prüfungen (Grand Prix, Grand Prix Special, Grand Prix Kür) innerhalb eines Turniers geht. Daher ist ein WM-Start der beiden nun ausgeschlossen. Die Nationenpreis-Equipe in Aachen bilden Isabell Werth mit Quantaz, Frederic Wandres mit Duke of Britain, Benjamin Werndl mit Famoso und Ingrid Klimke mit Franziskus.

Dänemark bei WM Goldfavorit

Durch den Ausfall von Schneider und Showtime, die bei den Olympischen Spielen in Tokio Gold in der Mannschaftsdressur holten, und die Babypause von Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl rückt Gastgeber Dänemark in Herning endgültig in die Rolle des großen Goldfavoriten. Dänemarks Topstar Cathrine Dufour, im vergangenen Jahr EM-Zweite in der Grand Prix Kür, hat auch beim Großen Preis in Aachen am Sonntag gute Siegchancen.

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